07 April 2026, 22:36

Ray Gilbert nach zwei Jahren Untersuchungshaft freigelassen – doch der Mordfall bleibt ungelöst

Detailiertes altes Stadtplan von San Francisco, Kalifornien, mit Gebäuden, Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten, neben einem kleineren Stadtplan von Elkhart, Indiana mit beschreibendem Text.

Ray Gilbert nach zwei Jahren Untersuchungshaft freigelassen – doch der Mordfall bleibt ungelöst

Ray Gilbert, 27, nach fast zwei Jahren Haft auf freien Fuß gesetzt

Nach nahezu zwei Jahren in Untersuchungshaft ist Ray Gilbert nun wieder frei. Die Behörden konnten ihm keine direkte Beteiligung am Mord an Mynyamani Stevenson nachweisen, obwohl er zunächst im Zusammenhang mit der Tat festgenommen worden war. Seine Entlassung markiert das Ende eines langen Rechtsstreits über seine angebliche Verstrickung in gewalttätige Straftaten.

Gilbert war erstmals verhaftet worden, als die Polizei bei einer Durchsuchung seiner Wohnung eine Waffe fand, die mutmaßlich bei der tödlichen Schießerei auf Stevenson am 29. Juli 2023 verwendet worden war. Bundesstaatsanwälte klagten ihn später wegen seiner angeblichen Rolle in einer Räuberbande an, die mit der Case Gang aus Oakland in Verbindung stand. Sein Telefon war zudem 2020 im Rahmen von Ermittlungen zum Mord an Shawn Tillis und der Schießerei auf ein ehemaliges Bandenmitglied abgehört worden.

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Gilberts Leben war von wiederkehrender Gewalt geprägt: Er wurde bei verschiedenen Vorfällen fünfmal angeschossen und erlitt einmal einen 45-Sekunden-Biss durch einen Polizeihund. Sein Vater wurde ermordet, als Gilbert erst fünf Jahre alt war.

Seine Anwältin, Gabriela Bischof, argumentierte, die Beweislage reiche nicht aus, um ihm persönlich gewalttätige Handlungen nachzuweisen. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren schließlich ein, was zu seiner Freilassung führte. Seitdem arbeitet Gilbert in einem Lagerhaus in der East Bay.

Der Fall gegen ihn endete ohne Verurteilung – und wirft weiterhin Fragen zum unaufgeklärten Mord an Stevenson auf. Gilbert kann nun versuchen, sein Leben neu aufzubauen, doch seine früheren juristischen Auseinandersetzungen und Erfahrungen mit Gewalt bleiben Teil seiner Akte. Derzeit ist er erwerbstätig und muss sich keinen Anklagen mehr stellen.

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