10 April 2026, 18:36

Reeves lädt Supermarktchefs zu Krisengespräch über Preispolitik ein

Ein Supermarktgang mit verschiedenen Lebensmittelprodukten auf Regalen und Gestellen, mit Preisschildern, einem Kühlschrank im Hintergrund und Deckenleuchten.

Reeves lädt Supermarktchefs zu Krisengespräch über Preispolitik ein

Bundeskanzlerin Rachel Reeves hat die Chefs großer Supermarktketten für ein Treffen am Mittwoch nach Downing Street geladen. Die Zusammenkunft folgt auf Vorwürfe der Preistreiberei, wobei sich die Händler darauf vorbereiten, ihre Preispolitik zu verteidigen. Mehrere große Ketten werden teilnehmen, einige haben jedoch Terminüberschneidungen geltend gemacht.

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Das Treffen wurde neu angesetzt, nachdem ein früherer Versuch wegen geringer Beteiligung abgesagt worden war. Ursprünglich hatte nur der Vorstandsvorsitzende von Morrisons seine Teilnahme zugesagt, was zu Befürchtungen führte, es könnten nur "zweitklassige" Vertreter erscheinen. Diesmal werden Sainsbury's und Tesco Abgesandte entsenden, während Asda, Aldi und John Lewis der Sitzung wegen vorheriger Verpflichtungen fernbleiben.

Die Händler wollen während der Gespräche die Vorwürfe überhöhtter Preise zurückweisen. Helen Dickinson, Chefin des britischen Einzelhandelsverbands (British Retail Consortium, BRC), hat die Regierung aufgefordert, den Druck auf die Lebensmittelhändler zu verringern. Sie verwies darauf, dass die Inflation bei den Ladenpreisen im März laut BRC-Daten leicht auf 1,2 Prozent angestiegen sei.

Das Treffen findet statt, nachdem Reeves bereits von Tankstellenbetreibern Widerstand gegen ähnliche Vorwürfe der "Preisabzocke" erfahren hatte. Allan Leighton von Asda hatte die Bedenken der Labour-Partei zu überhöhten Spritpreisen bereits als "Unsinn" zurückgewiesen.

Die Sitzung bietet den Supermarktchefs die Gelegenheit, die Anschuldigungen direkt mit der Kanzlerin zu erörtern. Angesichts der Daten, die einen moderaten Anstieg der Inflation zeigen, argumentiert die Branche, dass die Preise weiterhin wettbewerbsfähig seien. Das Ergebnis könnte künftige Diskussionen über Handelsvorschriften und Verbraucherkosten prägen.

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