20 March 2026, 21:01

Rheinland-Pfalz-Wahl: SPD kämpft um Macht nach 33 Jahren Regierungszeit

Karte von Deutschland mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Rheinland-Pfalz-Wahl: SPD kämpft um Macht nach 33 Jahren Regierungszeit

In Rheinland-Pfalz steuert die Landtagswahl auf ein knappes Finale zu, wobei die SPD nach 33 Jahren Regierungszeit um den Machterhalt kämpft. SPD-Landesvorsitzender Alexander Schweitzer schloss eine Beteiligung an einer CDU-geführten Regierung aus, ließ jedoch die Möglichkeit einer Großen Koalition offen – allerdings nur unter der Bedingung, dass seine Partei die Führung übernimmt. Aktuelle Umfragen deuten auf einen knappen Vorsprung der CDU hin, was die Wahl zu einem eng umkämpften Rennen macht.

Die SPD regiert Rheinland-Pfalz seit 1991, doch ihr Einfluss hat im Laufe der Zeit nachgelassen. Während die Partei in den frühen 2000er-Jahren dominierte und 2001 noch 52,7 Prozent der Stimmen holte, pendeln ihre Ergebnisse in jüngeren Wahlen zwischen 25 und 36 Prozent. Die CDU, einst führende Kraft in der Region in den 1970er- bis 1990er-Jahren, hat seitdem Schwierigkeiten, an ihre frühere Stärke anzuknüpfen. Zwar erreichte sie 2006 mit 38,8 Prozent einen Höhepunkt, blieb aber meist in der Opposition.

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Auf dem Abschlusswahlkampf der SPD in Landau erhielt Schweitzer Rückendeckung von den früheren Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Er präsentierte sich als erfahrener Führer und verglich seine Rolle mit der eines Kapitäns, der ein Schiff durch stürmische Gewässer steuert. Zwar zeigte er sich siegesgewiss, räumte aber ein, dass das Rennen eng werde.

Schweitzer machte deutlich, dass er nicht unter einer CDU-geführten Regierung dienen werde. Eine Koalition mit der CDU schloss er jedoch nicht grundsätzlich aus – vorausgesetzt, die SPD bleibt der stärkere Partner. Seine Haltung spiegelt die veränderten Machtverhältnisse in einem Bundesland wider, in dem die einstige Dominanz der CDU einer zersplitterteren politischen Landschaft gewichen ist.

Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die SPD ihre lange Regierungszeit verlängern kann oder ob die CDU an die Spitze zurückkehrt. Schweitzers Weigerung, einem CDU-geführten Kabinett beizutreten, verengt die Möglichkeiten der Regierungsbildung. Angesichts der fast ausgeglichenen Umfragewerte könnte das Endergebnis von den Verhandlungen und Koalitionsbildungen nach der Wahl abhängen.

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