20 March 2026, 22:33

Richemonts Aktie wankt – doch der Luxusriese bleibt ein langfristiger Gewinner

Liniengraph mit der Bezeichnung "M4-Geldbestand in Großbritannien" zeigt die Trends der UK-Inflation und Verbraucherpreise auf einem weißen Hintergrund.

Richemonts Aktie wankt – doch der Luxusriese bleibt ein langfristiger Gewinner

Richemont, der Luxuskonzern hinter Topmarken wie Cartier und Vacheron Constantin, durchlebt eine turbulente Phase an der Börse. Trotz aktueller Rückschläge bleiben das langfristige Wachstum und die Profitabilität des Unternehmens bemerkenswert. Die Aktie gab inmitten eines breiteren Einbruchs im Luxussegment nach, doch einige Analysten werten den Kursrückgang als günstige Einstiegsgelegenheit.

In den vergangenen drei Jahren stieg Richemonts Marktwert von etwa 55 Milliarden Euro auf 85 Milliarden Euro – ein Plus von 55 Prozent. Damit überflügelte das Unternehmen das Wachstum von LVMH, das im gleichen Zeitraum 37 Prozent betrug, auch wenn LVMH nach wie vor eine deutlich höhere Gesamtbewertung aufweist. Allerdings haben Richemonts Aktien und American Depositary Receipts (ADRs) jüngst nachgegeben, angetrieben von einer Verkaufswelle im Luxusgütersektor. Ausschlaggebend waren eine schwächere Verbraucherstimmung in China sowie eine generell erhöhte Risikoaversion der Anleger.

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Der Schmuckbereich dominiert Richemonts Geschäft und trägt rund 73 Prozent zum Umsatz sowie nahezu den gesamten operativen Gewinn bei. Die Uhrenabteilung, die etwa 15 Prozent der Verkäufe ausmacht, kämpft hingegen mit schmaleren Margen. Das Segment "Sonstiges", zu dem Mode und Accessoires zählen, ist am volatilsten und verzeichnete im letzten Geschäftsjahr ein Minus von 1,65 Prozent.

Die Expansion in Asien könnte auf Hindernisse stoßen, da sich die Konsumgewohnheiten chinesischer Käufer wandeln und die Produkte möglicherweise nicht immer den lokalen Vorlieben entsprechen. Dennoch weist Richemont eine robuste finanzielle Verfassung auf: Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten fünf Jahre liegt bei 15,79 Prozent. Zwar sind die Bewertungskennziffern absolut betrachtet hoch, im historischen Vergleich und unter Berücksichtigung zyklischer Schwankungen bewegen sie sich jedoch leicht unter dem Durchschnitt.

Laut Marktbeobachtern sind viele Risiken bereits in den Aktienkurs eingepreist. Der deutliche Rückgang biete Anlegern nun die Chance, ihre Positionen zu einem günstigeren Durchschnittskurs aufzustocken – noch vor einer möglichen Erholung. Mit einem Fokus auf superreiche Kundschaft und einem widerstandsfähigen Schmucksegment bleiben die grundlegenden Stärken des Unternehmens trotz kurzfristiger Herausforderungen intakt.

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