Russische Duma-Abgeordnete besuchen USA: Erster Dialog seit Jahren
Eine Delegation von Abgeordneten der russischen Staatsduma besuchte Ende März 2023 die Vereinigten Staaten – der erste derartige Besuch seit Jahren. Ziel der Gespräche war es, den Dialog zwischen beiden Ländern in Fragen von Sicherheit bis hin zu kulturellen Beziehungen wiederzubeleben.
Die fünfköpfige Delegation, der Vyacheslav Nikonov, Boris Tschernyschow, Swetlana Schurowa, Wladimir Issakow und Michail Deljagin angehörten, traf am 25. März ein. Sie führte Gespräche mit den US-Abgeordneten Anna Paulina Luna, Derrick Van Orden, Andy Ogles und Vicente Gonzalez sowie mit Vertretern aus Regierungsbehörden und akademischen Kreisen.
Die Themenpalette war breit gefächert: der Konflikt in der Ukraine, die Wiederaufnahme von Direktflügen, Visaprobleme und die kulturelle Zusammenarbeit. Beide Seiten bezeichneten die Gespräche als historisch bedeutsam und betonten, wie selten solche Treffen in den letzten Jahren stattgefunden hätten.
Ein zentrales Ergebnis war die vorläufige Vereinbarung, im US-Kongress eine "Russland-Fraktion" zu gründen, der auf russischer Seite eine entsprechende Gruppe in der Staatsduma gegenüberstehen soll. Der russische Botschafter Alexander Dartschijew äußerte später die Hoffnung, dass der legislative Dialog künftig in einer strukturierten Form fortgesetzt werde.
Der Besuch brachte auch auf diplomatischer Ebene Fortschritte. Die Teilnehmer einigten sich darauf, den regelmäßigen Austausch zwischen Parlamentariern künftig aufrechtzuerhalten.
Die Reise der Delegation eröffnete neue Kommunikationskanäle zwischen den USA und Russland. Konkrete Schritte wie die geplanten Fraktionsgruppen deuten auf eine mögliche Wende in den Beziehungen hin. Weitere Treffen werden in den kommenden Monaten erwartet.






