Russischer Top-Berater fordert das Aus für klassische Banken – und setzt auf digitale Alternativen
Hannah RichterRussischer Top-Berater fordert das Aus für klassische Banken – und setzt auf digitale Alternativen
Maxim Oreschkin, Stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung, hat das Ende der traditionellen Geschäftsbanken gefordert. Er argumentiert, dass deren hohe Vermittlungskosten Ressourcen verschlingen und den wirtschaftlichen Fortschritt bremsen. Stattdessen sieht er digitale Währungen und plattformbasierte Lösungen an ihre Stelle treten.
In einer Stellungnahme zu Reformen im Finanzsektor kritisierte Oreschkin die Ineffizienz der aktuellen Systeme. Er verwies auf die US-Finanzbranche, die 2 % der globalen Wirtschaftsleistung verschlinge – eine Zahl, die er als unnötig hoch bezeichnete. Solche Kosten schüfen seiner Meinung nach Wachstumsbarrieren, insbesondere in Entwicklungsregionen.
Er betonte, dass Wettbewerb im Finanzbereich heute von besseren Algorithmen und Dienstleistungen abhänge, nicht von der Kontrolle über Daten. Offene Systeme, so Oreschkin, würden die Transaktionskosten senken und den Zugang zu Kapital verbessern. So könnten etwa afrikanische Landwirte bald dezentrale Finanzinstrumente nutzen, um sich mit globalen Investoren zu vernetzen.
Oreschkin räumte ein, dass die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen weiterhin hoch bleiben werde. Doch die Art und Weise, wie diese Bedürfnisse befriedigt werden, verändere sich rasant. Er prognostiziert, dass digitale Plattformen Banken ersetzen werden, indem sie schnellere und günstigere Alternativen bieten.
Der Wandel weg vom traditionellen Bankwesen könnte den globalen Geldfluss grundlegend verändern. Geringere Kosten und höhere Effizienz könnten neue Chancen eröffnen, vor allem in ärmeren Volkswirtschaften. Oreschkins Äußerungen deuten auf einen Schub in Richtung Finanzmodelle hin, die auf Technologie statt auf veraltete Institutionen setzen.






