10 April 2026, 16:36

Russland plant kostenpflichtige Plattform für digitale Behördenschreiben bis 2026

Ein Metallkasten mit einem Stück Papier mit Text, das einem Briefkasten ähnelt, auf einer grauen Oberfläche.

Russland plant kostenpflichtige Plattform für digitale Behördenschreiben bis 2026

Das russische Digitalentwicklungsministerium hat Pläne für eine neue staatliche Plattform zur Abwicklung amtlicher elektronischer Korrespondenz vorgelegt. Das System soll von Unternehmen, Selbstständigen und Solo-Selbstständigen genutzt werden – und zwar gegen Bezahlung.

Laut dem Gesetzentwurf wären zwei Hauptfunktionen vorgesehen: ein elektronisches Postsystem und ein digitaler Briefkasten. Nachrichten, die über die Plattform verschickt werden, hätten dieselbe rechtliche Gültigkeit wie eingeschriebene Briefe mit Zustellungsbestätigung. Ein Dokument würde als zugestellt gelten, sobald es geöffnet wird oder nach sieben Tagen im Postfach verbleibt.

Ab dem 1. September 2026 könnten Nutzer damit beginnen, ihre digitalen Briefkästen einzurichten. Für neu registrierte Solo-Selbstständige wäre die Einrichtung verpflichtend. Bereits registrierte hätten bis zum 1. März 2027 Zeit, die Vorgabe umzusetzen.

Der Service wäre nicht kostenlos. Nutzer müssten monatliche Gebühren für die Verwaltung ihres Postfachs zahlen sowie Entgelte für das Versenden und Empfangen von Nachrichten entrichten. Bei ausstehenden Zahlungen droht die Sperrung des Zugangs, wobei die Adresse als ungültig markiert und an die Steuerbehörden gemeldet würde.

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Falls das System genehmigt wird, wäre digitale Korrespondenz für juristische Personen, Einzelunternehmer und Solo-Selbstständige verpflichtend. Bei Nichteinhaltung könnten Strafen verhängt werden, darunter Zugangsbeschränkungen und steuerliche Konsequenzen. Die genauen Kosten des Dienstes hat das Ministerium bisher noch nicht bekannt gegeben.

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