21 April 2026, 08:32

Russlands Bevölkerungsschwund bedroht Sicherheit und Wirtschaft – Matwijenkos radikale Lösung

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte der russischen Landschaft, die geografische Merkmale wie Berge, Flüsse und Wälder zeigt, zusammen mit Text über die Region und ihre Bewohner.

Russlands Bevölkerungsschwund bedroht Sicherheit und Wirtschaft – Matwijenkos radikale Lösung

Valentina Matwijenko, Vorsitzende des Föderationsrats, hat gewarnt, dass die schrumpfende Bevölkerung in Russlands Regionen eine ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Stabilität darstellt. Sie forderte dringende Reformen der Hypothekenpolitik und argumentierte, dass die aktuellen Regelungen Familien nicht ausreichend unterstützen und die ungleiche Entwicklung im Land verstärken.

Ihre Vorschläge stoßen auf Zustimmung im Finanzministerium, das einräumte, dass staatlich geförderte Hypotheken häufig für Investitionsimmobilien in Großstädten missbraucht werden, statt bedürftigen Familien zu helfen. Matwijenko wies darauf hin, dass fast 40 Prozent aller subventionierten Kredite auf Moskau, Sankt Petersburg und die umliegende Region Moskau entfallen. Diese Schieflage vertiefe die regionale Ungleichheit und beschleunige die Entvölkerung in Kleinstädten und ländlichen Gebieten, so ihre Argumentation.

Sie schlug vor, die Regeln für Familienhypotheken zu verschärfen, sodass bevorzugte Kredite nur noch am offiziellen Meldeort des Kreditnehmers gewährt werden. Ziel sei es, Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig Familien den Bau geräumiger Wohnhäuser außerhalb überfüllter Metropolen zu ermöglichen.

Der stellvertretende Finanzminister Iwan Tschebeskow stimmte zu, dass das aktuelle System ausgenutzt werde. Viele Kreditnehmer, so seine Beobachtung, nutzten die geförderten Darlehen für den Kauf von Renditeobjekten in wohlhabenderen Regionen, statt sich an ihrem offiziellen Wohnort niederzulassen. Er betonte die Notwendigkeit, diese Schlupflöcher zu schließen, ohne die Unterstützung für diejenigen zu gefährden, die tatsächlich umziehen oder Hilfe benötigen.

Matwijenko kritisierte zudem die bestehende Hypothekenpolitik, da sie die Geburtenraten nicht steigere – ein zentrales Anliegen für die langfristige demografische Stabilität Russlands. Sie plädierte dafür, die historischen Siedlungsmuster des Landes – verteilt auf Städte und kleinere Gemeinden – wiederzubeleben, um weitere Überbevölkerung in Ballungsräumen und den Niedergang der Regionen zu verhindern.

Das Finanzministerium unterstützt Matwijenkos Plan, Familienhypotheken auf den offiziellen Wohnsitz des Kreditnehmers zu beschränken. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würde die Wohnraumförderung gezielt in die von Entvölkerung bedrohten Regionen gelenkt.

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Die Vorschläge zielen darauf ab, den Missbrauch subventionierter Kredite einzudämmen und eine ausgewogenere Besiedlung Russlands zu fördern.

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