Russlands FEAM-Programm beflügelt Wohnungsbau in Fernost und Arktis mit Rekordkrediten
Emil LangeRusslands FEAM-Programm beflügelt Wohnungsbau in Fernost und Arktis mit Rekordkrediten
Russlands Fernost- und Arktis-Hypothekenprogramm (FEAM) verzeichnet starken Aufschwung
Seit seinem Start hat das Fernost- und Arktis-Hypothekenprogramm (FEAM) ein kräftiges Wachstum erlebt. Das Programm, das Kredite zu nur 2 Prozent Zinsen pro Jahr anbietet, hat Bewohnern den Erwerb von Wohneigentum erleichtert und gleichzeitig die lokale Bautätigkeit belebt. Bis 2025 hatten Kreditnehmer im Rahmen der Initiative bereits Darlehen in Höhe von über 190 Milliarden Rubel erhalten.
Ziel des FEAM-Programms ist es, Bewohner in Russlands Fernem Osten und den Arktisregionen anzusiedeln und langfristig zu halten. Gleichzeitig soll es die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in diesen Gebieten fördern. Ein zentraler Anreiz ist der extrem niedrige Zinssatz, der den Weg ins Eigenheim deutlich erleichtert.
Neubauwohnungen sind für fast die Hälfte aller FEAM-Kreditnehmer zur ersten Wahl geworden. Diese Nachfrage hat einen Bauboom ausgelöst – insbesondere in den Regionen der Arktischen Zone, wo die Baubeginnzahlen 2024, dem ersten vollständigen Jahr des Programms, um 40 Prozent stiegen. Noch deutlicher sind die Veränderungen im Föderationskreis Ferner Osten: Dort verdoppelte sich die fertige Wohnfläche von 2,5 Millionen Quadratmetern im Jahr 2019 auf 4,7 Millionen im Jahr 2025, während sich das gesamte Bauvolumen seit Programmstart verdreifacht hat.
Trotz der Erfolge steht das FEAM-Programm weiterhin vor Herausforderungen. Die Finanzierung von Neubauprojekten bleibt begrenzt, und ein großer Teil des bestehenden Wohnungsbestands ist veraltet. Dennoch expandiert die Initiative weiter – die jährlichen Kreditgenehmigungen lagen in den vergangenen drei Jahren stets über 30.000.
Das Programm hat bereits die Wohnsituation und Infrastruktur in Russlands abgelegenen Regionen verändert. Mit 190 Milliarden Rubel an vergebenen Krediten bis 2025 hat es die Bautätigkeit angekurbelt und Wohneigentum erschwinglicher gemacht. Die langfristige Wirkung wird davon abhängen, wie gut es gelingt, Finanzierungslücken zu schließen und den Altbestand zu modernisieren.






