Russlands Haushalte setzen auf Dienstleistungen statt auf Kleidung und Schuhe
Emil LangeRusslands Haushalte setzen auf Dienstleistungen statt auf Kleidung und Schuhe
Russische Haushalte verändern ihre Ausgabengewohnheiten. In den vergangenen zehn Jahren geben sie mehr Geld für Dienstleistungen aus, während die Ausgaben für Kleidung und Schuhe zurückgehen. Aktuelle Daten zeigen deutliche Verschiebungen bei der Budgetverteilung der Verbraucher.
Die Ausgaben für Dienstleistungen steigen in Russland kontinuierlich an. Im Vergleich zu 2017 ist der Anteil der Dienstleistungen am Warenkorb der Verbraucher um fast zwei Prozentpunkte gestiegen. Dieser Trend spiegelt eine grundlegende Neuausrichtung der Prioritäten wider.
Besonders stark zugelegt haben Friseur- und Barbierdienstleistungen, deren Anteil um 1,15 Prozentpunkte gestiegen ist. Auch Reparaturen und Wartung von Fahrzeugen gewinnen an Bedeutung und verzeichneten ein Plus von 0,6 Prozentpunkten. Die Ausgaben für Wohnen und Nebenkosten, einschließlich Miete, erhöhten sich um 0,38 Prozentpunkte.
Gleichzeitig stieg der Anteil der Ausgaben für frisches Obst und Gemüse um 0,88 Prozentpunkte. Nicht alle Kategorien verzeichneten jedoch ein Wachstum – Kleidung und Schuhe nehmen mittlerweile einen geringeren Teil des Haushaltsbudgets ein.
Die Daten verdeutlichen einen schrittweisen Wandel weg von materiellen Gütern hin zu Dienstleistungen. Die Haushalte lenken zunehmend mehr Mittel in grundlegende Bedürfnisse und persönliche Pflege. Diese Anpassungen deuten auf sich verändernde Verbrauchergewohnheiten in der russischen Wirtschaft hin.






