Russlands Lena-Brücke in Jakutien: Verzögerungen, Kostenexplosion und Putins ehrgeiziger Zeitplan
Mila VoigtRusslands Lena-Brücke in Jakutien: Verzögerungen, Kostenexplosion und Putins ehrgeiziger Zeitplan
Russlands ehrgeiziges Lena-Brücken-Projekt in Jakutien steckt in massiven Verzögerungen und explodierenden Kosten
Ursprünglich sollte die Brücke bis Mitte 2029 fertiggestellt werden, doch Präsident Wladimir Putin hat den Termin nun auf 2028 vorgezogen. Trotz über einem Jahr Bauzeit kommt das Projekt nur schleppend voran – bisher ist nur ein Bruchteil der geplanten Infrastruktur umgesetzt.
Bisher wurden lediglich 125 Bohrpfähle und ein einzelner Brückenpfeiler errichtet. Um das neue Ziel 2028 zu erreichen, müssen allein 2026 mindestens 234 Pfähle und 13 Pfeiler fertiggestellt werden. Der Hauptauftragnehmer, die VIS Group, steht unter Druck, zusätzliche 37 Milliarden Rubel zu beschaffen, um die Finanzierungslücken zu schließen.
Eine entscheidende Aufgabe ist der Einbau des Fangedamms in den Fluss während der "Hochwasser"-Saison von April bis Juli. Verpasst das Team dieses Zeitfenster, könnten weitere 500 Millionen Rubel für Baggerarbeiten anfallen. Jakutiens Verkehrsminister Wladimir Siwzew hat für 2026 bereits 48 Milliarden Rubel für das Projekt bewilligt.
Die VIS Group, die 29 Großprojekte im Wert von 805 Milliarden Rubel betreut, muss bis 2048 zahlreiche Fristen einhalten. Trotz der Herausforderungen bleibt die Lena-Brücke ein bahnbrechendes Vorhaben – die erste ihrer Art in Russland.
Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob weitere Mittel fließen und die engen Bauetappen eingehalten werden. Bei anhaltenden Verzögerungen werden die Kosten weiter steigen, und der Termin 2028 könnte erneut rücken. Derweil arbeiten die Bauteams unter Hochdruck, um die Brücke doch noch rechtzeitig fertigzustellen.






