Russlands Zentralbank fordert faire Chancen für alle lizenzierten Banken
Hannah RichterRusslands Zentralbank fordert faire Chancen für alle lizenzierten Banken
Die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, hat gefordert, alle lizenzierten Banken in die "Weiße Liste" des Digitalministeriums aufzunehmen. Bisher verfügen nur drei Institute über diesen Status – die VTB, die Alfa-Bank und die Promswjäsbank. Der Schritt könnte den Wettbewerb im Bankensektor grundlegend verändern.
Nabiullina argumentierte, das aktuelle System begünstige die wenigen bereits gelisteten Banken unrechtmäßig. Die Aufnahme in die Liste verschaffe ihnen einen entscheidenden Vorteil, da ihre Dienste selbst bei Ausfällen des mobilen Internets verfügbar blieben. Dies untergrabe, so ihre Aussage, den fairen Wettbewerb.
Die Zentralbank steht derzeit mit den Aufsichtsbehörden in Verhandlungen, um das Problem zu lösen. Seit März 2024 gab es keine offiziellen Updates zu möglichen Änderungen der Liste.
Würden alle lizenzierten Banken in die "Weiße Liste" aufgenommen, hätten Kunden auch bei Netzstörungen weiterhin Zugang zu den Dienstleistungen. Der Vorschlag zielt darauf ab, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und zu verhindern, dass einzelne Institute ungerechtfertigte Vorteile erlangen. Die nächsten Schritte liegen nun bei den Regulierungsbehörden.






