Sarawak erhöht Parlamentssitze von 82 auf 99 für bessere Regionalvertretung
Mila VoigtSarawak erhöht Parlamentssitze von 82 auf 99 für bessere Regionalvertretung
Die Legislativversammlung von Sarawak (DUN) hat einen Plan zur Erhöhung der Mandate im Landesparlament von 82 auf 99 gebilligt. Die Änderung folgt der Schaffung von 17 neuen Wahlkreisen. Der amtierende Staatschef Mohamad Asfia Awang Nassar bestätigte die Entscheidung, doch die endgültige Genehmigung liegt bei der Wahlkommission (SPR).
Mit der Erweiterung sollen logistische Herausforderungen bei der Verwaltung der ausgedehnten Gebiete bewältigt werden. Einige Wahlkreise, wie Bintulu – der flächenmäßig größte des Bundesstaates – erfordern aufgrund ihrer Größe sogar mehrere Tankstopps für Reisen. Vertreter argumentieren, dass die Neuabgrenzung der Wahlkreise stärker an geografischen Gegebenheiten als an der Bevölkerungszahl orientiert sein sollte.
Laut Vorschlag würde Bintulu in zwei separate Parlamentswahlkreise aufgeteilt. Während die Erhöhung der DUN-Sitze lediglich eine einfache Mehrheit erfordert, sind für Änderungen auf Bundesebene eine Zweidrittelmehrheit im Parlament notwendig.
Die aktuelle Legislaturperiode läuft bis Februar 2027, kann jedoch auf Anraten des Ministerpräsidenten vom Yang di-Pertua Negeri (Staatsoberhaupt) vorzeitig aufgelöst werden. Falls der Prozess rechtzeitig abgeschlossen wird, könnten die neuen Wahlkreise bereits bei den nächsten Wahlen gelten. Unterdessen wird die Parti Pesaka Bumiputera Bersatu (PBB) ihre politische Dominanz unabhängig von den Grenzänderungen weiter ausbauen.
Die neuen Wahlkreise warten nun auf die Überprüfung durch die Wahlkommission. Bei einer Genehmigung könnten sie die politische Landschaft Sarawaks in zukünftigen Wahlen neu gestalten. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Verbesserung der Regierungsführung in abgelegenen und weitläufigen Regionen.






