Schloss Bellevue wird acht Jahre lang saniert – Frösche mussten weichen
Lina SeidelSchloss Bellevue wird acht Jahre lang saniert – Frösche mussten weichen
Schloss Bellevue steht vor achtjähriger Großsanierung ab August
Als Teil der Vorbereitungen wurden geschützte Frösche und Molche aus dem Schloss-Teich in ein neues Habitat umgesiedelt. Zudem gab es Verzögerungen bei der Einrichtung der vorübergehenden Residenz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Nähe.
Bereits im März begannen Arbeiter damit, die Tiere aus dem Teich des Berliner Schlosses Bellevue umzusiedeln. Bis Mitte April waren 118 Molche und 39 Frösche sicher in einen größeren Ersatzteich hinter dem Palais gebracht worden. Die Umsiedlung war nötig, da der ursprüngliche Teich für die Bauarbeiten trockengelegt werden muss.
Das Gesamtbudget für die Sanierung der Außenanlagen und Infrastruktur beläuft sich auf 162 Millionen Euro – inklusive der Kosten für die Umsiedlung der streng geschützten Amphibien.
Unterdessen gab es Rückschläge bei der vorbereitenden Einrichtung von Steinmeiers vorübergehendem Domizil nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Starke Winterfröste hatten die Bauarbeiten verzögert, sodass sich der Einzug des Bundespräsidenten verschiebt.
Mit dem geleerten Teich und den umgesiedelten Amphibien kann die Schloss-Sanierung nun wie geplant fortgesetzt werden. Sobald die Arbeiten an der Interimsresidenz abgeschlossen sind, wird Steinmeier dorthin umziehen. Trotz der anfänglichen wetterbedingten Herausforderungen bleibt das Projekt im Zeitplan.






