Schönebergs Wohnungsnot verschärft sich trotz Luxus-Neubauten am Kurfürstendamm
Mila VoigtSchönebergs Wohnungsnot verschärft sich trotz Luxus-Neubauten am Kurfürstendamm
Schönebergs Wohnungsnot spitzt sich zu – trotz Neubauten
Der Berliner Bezirk Schöneberg kämpft mit einer immer größer werdenden Wohnungsknappheit. Obwohl mehrere neue Wohnprojekte kurz vor der Fertigstellung stehen, bleiben bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die meisten der geplanten Vorhaben setzen auf hochpreisige Eigentumswohnungen statt auf sozialverträglichen Wohnraum.
Fünf große Wohnkomplexe werden das Gesicht Schönebergs prägen: die Alboingärten, das Wohnpanorama am Park, Bricks, Neu Schöneberg und das Carré Voltaire – letzteres direkt am Kurfürstendamm, einer Straße, die einst für ihre maroden Häuser und Straßenprostitution bekannt war.
Zwei besonders beachtete Projekte, CoHousing Berlin und SCHÖNEGARTEN, entstehen derzeit an der Ecke Frobenstraße/Kurfürstendamm. Das von Johanna Meyer-Grohbrügge und Sam Chermayeff gestaltete CoHousing Berlin wird 20 Wohneinheiten mit einer gemischten Bewohnerschaft bieten – doch nur ein kleiner Teil der Wohnungen steht zur Miete zur Verfügung.
Gegenüber entsteht SCHÖNEGARTEN mit 14 Einzelhäusern, die Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern umfassen. Ähnlich wie beim CoHousing Berlin handelt es sich auch hier überwiegend um hochpreisigen Wohnraum – ein Beitrag zur Entspannung des bezahlbaren Wohnungsmarkts bleibt damit aus.
Die neuen Bauten werden das architektonische Bild des Kurfürstendamms verändern. Da sie jedoch kaum Mietwohnungen umfassen, werden sie die drängende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Schöneberg kaum lindern.
Die Fertigstellung der Projekte bringt zwar modernen Wohnraum in den Bezirk. Doch der Fokus auf Luxuswohnungen bedeutet, dass die meisten Anwohner weiterhin mit einem begrenzten Angebot an bezahlbaren Mietwohnungen konfrontiert sein werden. Die Wohnungsnot in Schöneberg wird sich trotz der Neubauten voraussichtlich weiter verschärfen.






