Schulrat-Debatte in Hillsborough: Warum alle gegen gewählte Schulleiter sind
Hannah RichterSchulrat-Debatte in Hillsborough: Warum alle gegen gewählte Schulleiter sind
Kandidatinnen und Kandidaten für die Schulbezirke 2 und 6 des Schulrats von Hillsborough County trafen sich bei einer Veranstaltung des Tampa Tiger Bay Club, um über zentrale Themen zu diskutieren. Einer der Hauptstreitpunkte war der geplante Wechsel zu einem gewählten Schulleiter – ein Vorhaben, das alle Anwesenden ablehnten. Zudem ging es um die Entfernung von Büchern aus Schulbibliotheken, die Sicherheit an Schulen sowie die Bezahlung von Lehrkräften, allesamt brisante Themen vor den Wahlen im November.
Besonders scharf kritisiert wurde der Plan, die Position des Schulleiters künftig durch Wahlen zu besetzen. Karen Perez, aktuelle Vorsitzende des Schulrats und Bewerberin für Bezirk 6, warnte, ein gewählter Amtsinhaber werde sich eher auf seine Wiederwahl als auf die Belange der Schülerinnen und Schüler konzentrieren. Sally Harris Williamson, ebenfalls Kandidatin in Bezirk 6, argumentierte, Wahlkämpfe würden von der eigentlichen Aufgabe ablenken – der Führung der Schulen.
Ken Gay, ein weiterer Anwärter für Bezirk 6, betonte die Gefahren, die entstehen, wenn politische Interessen mit der professionellen Arbeit im Klassenzimmer vermischt werden. Im Bezirk 2 forderte Daniela Simic einen Schulleiter mit direkter pädagogischer Erfahrung. Chris Taylor verglich den Vorschlag mit der Wahl eines Krankenhaus-Chefarztes und stellte dessen Praxistauglichkeit infrage.
Die Debatte findet statt, während ein Gesetzesentwurf auf die Unterschrift von Gouverneur Ron DeSantis wartet, um die Frage im November auf den Wahlzettel zu bringen. Öffentliche und politische Reaktionen sind Stand März 2026 in offiziellen Unterlagen kaum dokumentiert – lokale Berichterstattung wird nötig sein, um die weiteren Entwicklungen zu verfolgen.
Sämtliche Teilnehmer der Veranstaltung lehnten die Idee eines gewählten Schulleiters ab und verwiesen auf Bedenken wegen politischer Einflüsse und zersplitterter Prioritäten. Die endgültige Entscheidung hängt nun vom Gesetzgebungsverfahren und der Abstimmung im November ab. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie die Schulen im Bezirk Hillsborough County in den kommenden Jahren geführt werden.






