Schweizer Fluggesellschaft kämpft 2025 mit sinkenden Gewinnen und neuen EU-Vorgaben
Lina SeidelSchweizer Fluggesellschaft kämpft 2025 mit sinkenden Gewinnen und neuen EU-Vorgaben
Schweizer Fluggesellschaft durchlebte 2025 ein schwieriges Jahr
Die Schweizer Fluggesellschaft verzeichnete 2025 ein schwieriges Geschäftsjahr: Trotz eines leichten Anstiegs der Passagierzahlen brachen die Gewinne deutlich ein. Das Unternehmen beförderte 18,1 Millionen Reisende – 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr –, doch der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 5,5 Milliarden Schweizer Franken. Strengere Vorschriften und steigende Kosten belasteten die Geschäfte zusätzlich.
Der operative Gewinn ging 2025 um 26,6 Prozent auf 502,2 Millionen Franken zurück. Zwar brachten niedrigere Treibstoffpreise etwas Entlastung, doch geopolitische Spannungen beeinträchtigten das Frachtgeschäft. Betriebliche Probleme verschärften die Lage: Triebwerksmangel und Personalengpässe zwangen die Airline, Flugzeuge am Boden zu lassen und kurzfristig Flugpläne umzustellen.
Die Pünktlichkeit verbesserte sich um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent, verfehlte aber das Ziel von 70 Prozent. Hoher Wettbewerb, unvorhersehbare Nachfrage sowie steigende Gebühren und Wartungskosten belasteten die Performance. Als Reaktion startete Swiss ein unternehmensweites Sparprogramm, um die Finanzen zu stabilisieren.
Neben den akuten Herausforderungen bereitet sich die Airline auf langfristige Veränderungen vor. Neue EU-Vorgaben im Rahmen von ReFuelEU Aviation sehen steigende Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) vor – beginnend bei 2 Prozent im Jahr 2025 bis zu 70 Prozent bis 2050. Diese Regeln zwingen Fluggesellschaften, grüne Kraftstofflieferketten aufzubauen, ihre Planung anzupassen und in Produktion oder Importe zu investieren. Swiss muss diese Anforderungen erfüllen, ohne im hart umkämpften Markt an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
Nun konzentriert sich die Airline darauf, ihre Abläufe zu optimieren, um wieder zu profitablen Wachstum zurückzukehren. Dabei gilt es, strengere Umweltauflagen, volatile Märkte und interne Ineffizienzen zu meistern. Der Erfolg hängt von Kostendisziplin, effizientem Ressourceneinsatz und der Anpassung an die sich wandelnden Branchenanforderungen ab.






