Senator Sifuna fordert radikale Landreform an Kenias Küste durch Enteignungen
Mila VoigtSenator Sifuna fordert radikale Landreform an Kenias Küste durch Enteignungen
Senator aus Nairobi fordert Enteignung abwesender Grundbesitzer an der Küste
Der Nairobier Senator Edwin Sifuna hat die Regierung aufgefordert, Grundstücke von abwesenden Großgrundbesitzern an der kenianischen Küste zu übernehmen und an die lokale Jugend umzuverteilen. Bei einer Linda-Mwananchi-Kundgebung in Mombasa am Sonntag kritisierte er die Herangehensweise der Regierung unter Präsident William Ruto an die Bodenreform in der Region.
Sifuna argumentierte, die ansässige Bevölkerung habe kein Interesse an kleinen, zersplitterten Grundstückstiteln. Stattdessen forderten die Menschen Zugang zu großen Landflächen, die derzeit von wohlhabenden Eigentümern gehalten würden, die diese kaum nutzten. Er stellte infrage, ob die Regierung ihre langjährigen Versprechen zur Bodenreform an der Küste überhaupt eingelöst habe.
Der Senator verband die Landkrise zudem mit den wirtschaftlichen Problemen Mombasas. Er verwies auf die Schließung von Betrieben in der Region und machte den Mangel an Arbeitsplätzen an den ungelösten Landfragen fest. Seine Äußerungen fielen während einer öffentlichen Versammlung auf dem Tononoka-Gelände.
Sifuna scheute sich nicht, namentlich nicht genannte Führungspersönlichkeiten scharf zu kritisieren. Er warf einigen Amtsträgern vor, noch während ihrer Amtszeit lokale Rohstoffe versteigert zu haben. Seine Kritik erweiterte er auf die allgemeine Handhabung der Bodenpolitik, die er als unzureichend bezeichnete, um den Bedürfnissen der Küstenbevölkerung gerecht zu werden.
Die Forderung nach einer Landumverteilung erhöht den Druck auf die Ruto-Regierung, ihre Politik zu überdenken. Sifuna, der auch dem Senatsausschuss für Energie angehört, stellte das Thema als zentralen Faktor für den wirtschaftlichen Niedergang der Region dar. Nun liegt es an den nationalen Verantwortungsträgern, auf die vorgebrachten Anliegen zu reagieren.






