Skandal um Ex-Berater Lewandowski: Korruptionsvorwürfe erschüttern US-Heimatschutzministerium
Emil LangeSkandal um Ex-Berater Lewandowski: Korruptionsvorwürfe erschüttern US-Heimatschutzministerium
Corey Lewandowski, ein ehemaliger Spitzenberater im US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS), hat seinen Posten inmitten wachsender Kritik verlassen. Demokratische Abgeordnete haben eine Untersuchung zu seinem Handeln als "Special Government Employee" unter der damaligen Ministerin Kristi Noem eingeleitet. Im Fokus stehen Vorwürfe wegen unzulässiger Einflussnahme auf Verträge und möglicher persönlicher Bereicherung.
Lewandowski arbeitete eng mit Noem zusammen und fungierte de facto als ihr Stabschef. Berichten zufolge forderte er Schmiergeldzahlungen von Auftragnehmern, darunter eine "Erfolgsprämie" vom Gründer der GEO Group, George Zoley, im März 2025 – ein Angebot, das Zoley laut Angaben ablehnte. Lewandowski wies die Vorwürfe zurück.
Die Ermittlungen weiteten sich aus, nachdem Demokraten fragten, ob Noem oder Lewandowski von einem 220-Millionen-Dollar-Werbevertrag profitierten. Abgeordnete des Repräsentantenhauses forderten das DHS auf, alle relevanten Unterlagen zu sichern, und beantragten eine Prüfung durch den Generalinspektor. Ihnen zufolge verletzte Lewandowski die Regeln für Sonderbeschäftigte der Regierung, indem er unzulässig auf Vergabeverfahren einwirkte.
Unabhängig davon sehen sich Lewandowski und Noem wiederholt mit Vorwürfen einer außerehelichen Affäre konfrontiert, die beide bestreiten. Unterdessen soll der ehemalige Präsident Donald Trump nach Lewandowskis Rolle bei der Vergabe von DHS-Aufträgen nach Noems Abgang gefragt haben. Ihr Nachfolger im Amt ist inzwischen Markwayne Mullin (Republikaner, Oklahoma).
Demokraten im Kongress drängen nun auf eine strafrechtliche Überprüfung von Noems Verhalten im Zusammenhang mit Lewandowskis Beteiligung an den Vergabeverfahren.
Lewandowskis Rückzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Untersuchungen gegen ihn an Fahrt aufnehmen. Das DHS muss nun alle Dokumente aus seiner Amtszeit archivieren, während die Abgeordneten mögliche Fehlverhalten weiter aufklären. Die Ergebnisse könnten sowohl Lewandowskis Zukunft als auch die allgemeine Kontrolle von Regierungsaufträgen beeinflussen.






