Skurriles Ampel-Chaos in Rheda-Wiedenbrück: 98.000 Euro für 20 Meter Verwirrung
Emil LangeSkurriles Ampel-Chaos in Rheda-Wiedenbrück: 98.000 Euro für 20 Meter Verwirrung
In Rheda-Wiedenbrück sorgt eine neu installierte Ampelanlage auf der Pixeler Straße für Diskussionen. Die ungewöhnliche Lösung mit vier Ampeln auf nur 20 Metern Länge wurde wegen ihres Designs und der hohen Kosten stark kritisiert. Gleichzeitig sollte sie eigentlich Fördergelder für einen Radweg sichern – doch der Weg dorthin gestaltete sich kompliziert. Das Projekt begann, nachdem Pläne für eine Schranke und eine Überquerungshilfe abgelehnt worden waren. Die Stadt versuchte daraufhin, die bestehende Überquerungshilfe zu verlängern, scheiterte jedoch am Widerstand der Straßenbauverwaltung NRW. Stattdessen setzte die Bezirksregierung auf die aktuelle Ampellösung, um die dringend benötigten Fördermittel für den Radweg nicht zu gefährden.
An der Planung waren sieben verschiedene Stellen beteiligt, was zu widersprüchlichen Einschätzungen führte. Beamte räumen mittlerweile ein, dass die Ampelregelung für Verkehrsteilnehmer verwirrend wirkt. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 98.000 Euro, wobei 47.000 Euro aus dem Stadthaushalt und 51.000 Euro aus Steuergeldern stammten.
Die Kritik blieb nicht aus: Der Bund der Steuerzahler bezeichnete die Ampelanlage als Beispiel für verschwendete öffentliche Mittel. Auch Comedian Mario Barth griff das Thema in seiner RTL-Sendung auf und machte die ungewöhnliche Lösung einem breiteren Publikum bekannt. Trotz der Kritik bleibt die Ampelanlage vorerst in Betrieb. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die aufgeworfenen Fragen nach Effizienz und Kosten zu klären. Ob die Lösung langfristig bestehen bleibt oder nachgebessert wird, bleibt abzuwarten.






