Sonderarbeitsgruppe soll Ärztemangel in Malaysias Krankenhäusern lösen
Hannah RichterSonderarbeitsgruppe soll Ärztemangel in Malaysias Krankenhäusern lösen
Das Gesundheitsministerium hat eine Sonderarbeitsgruppe eingerichtet, um den Mangel an Ärzten und Fachkräften in seinen 151 Krankenhäusern zu bekämpfen. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Finanzministerium vorsieht, die Betriebskosten um 5,4 Milliarden RM zu kürzen – ein Vorhaben, das den Gesundheitssektor und die Hochschulbildung betreffen würde. Beamte arbeiten nun unter Hochdruck an der Verfeinerung von Lösungsansätzen, bevor eine gesetzte Frist abläuft.
Die ressortübergreifende Sonderarbeitsgruppe wird sich auf die Bindung medizinischer Fachkräfte konzentrieren und Anreize für Ärzte im öffentlichen Dienst verbessern. Ein zentraler Vorschlag sieht Umzugszuschüsse vor, um mehr Mediziner dazu zu bewegen, in Sabah zu arbeiten, wo der Personalmangel besonders gravierend ist. Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter des Hochschulministeriums, der Öffentlichen Dienstkommission sowie des Finanzministeriums an.
Gesundheitsminister Datuk Seri Dr. Dzulkefly Ahmad hat der Arbeitsgruppe eine klare Frist gesetzt, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Parallel dazu bereitet das Gesundheitsministerium ein Gegenangebot vor, um die geplanten Kürzungen abzuwenden. Ziel ist es, die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Personalengpässe zu schließen.
Das Ministerium hat auf anhaltende Schwierigkeiten bei der Besetzung kritischer Positionen hingewiesen, insbesondere in abgelegenen Regionen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Ressorts hofft die Arbeitsgruppe, ein nachhaltiges Konzept für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu erarbeiten.
Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe werden künftige Personal- und Finanzierungspolitik im Gesundheitswesen prägen. In Kürze wird eine überarbeitete Version des Haushaltsplans erwartet, die den Schutz der medizinischen Versorgung in den Vordergrund stellt. Die Ergebnisse werden entscheiden, wie Ressourcen auf die Krankenhäuser verteilt werden – vor allem in unterversorgten Gebieten wie Sabah.






