16 March 2026, 11:00

Steffen Krach will Berlins verlorenen Mut mit SPD-Kampagne zurückholen

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Berlin, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt und begleitenden Text enthält.

Steffen Krach will Berlins verlorenen Mut mit SPD-Kampagne zurückholen

Steffen Krach kämpft mit einer mutigen Kampagne um die Rückkehr des SPD in das Berliner Rathaus. Sein Slogan "Zurück nach Berlin" steht für den Willen, der Stadt ihre verlorene Energie und ihren gestalterischen Elan zurückzugeben. Der ehemalige Berliner Beamte, der 2021 nach Hannover wechselte, wirft Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nun vor, es an Visionen und Schwung fehlen zu lassen.

Krach hat alle 78 Berliner Wahlkreise bereist und behauptet, die Bürger sehnten sich nach der Rückkehr zu jenem furchtlosen Geist, der die Stadt einst prägte. Er erinnert an das Jahr 2002, als Berlin vor Kreativität und kühnen Ideen nur so sprühte – Eigenschaften, die unter Wegners Führung seiner Meinung nach verblasst sind. Der SPD-Verlust des Rathaus 2023 folgte einer Wählerwanderung; aktuell liegt die CDU in Umfragen mit zehn Punkten vor SPD und Grünen.

Sein Wahlkampf setzt auf offensive Bürgerwerbung: Bis zum Wahltag will Krach an 500.000 Türen klopfen. Plakate spielen mit Variationen seines Slogans wie "Zurück zum Handeln, nicht zum Streiten" oder "Zurück zum Zusammenhalt, nicht zum Egoismus". Die kommenden 190 Tage, so Krach, werden entscheiden, wer die Führung übernimmt, um Berlins Mut wiederzubeleben.

Er kritisiert vertane Chancen unter Wegner, etwa die gescheiterten Bewerbungen für die Expo und die Olympischen Spiele. Diese Rückschläge, so Krach, seien Symptome eines größeren Ambitionsverlusts. Bei der Wahl am 20. September 2026 könnten SPD, Grüne und Linke die CDU-Herrschaft im Senat herausfordern.

Im Mittelpunkt von Krachs Kampagne steht die Rückkehr zu Berlins Entschlossenheit – und die Überwindung dessen, was er als "Kultur des Zögerns" bezeichnet. Mit Tür-zu-Tür-Werbung und dem Fokus auf Einheit will er vor der Abstimmung die Stimmung drehen. Das Ergebnis wird zeigen, ob seine Vision oder Wegners aktuelle Politik die Zukunft der Stadt prägt.

AKTUALISIERUNG

Wie Krach seine SPD-Nominierung sicherte

Der Wahlkampf von Steffen Krach hat durch eine eindeutige Parteibestätigung an Schwung gewonnen. Am 15. November 2025 wählte der SPD-Landesparteitag Berlin einstimmig ihn als ihren Spitzenkandidaten. Wichtige Details sind:

  • 250 Delegierte stimmten einstimmig für den 46-jährigen ehemaligen Berliner Beamten.
  • Krach erklärte in seiner Rede, das Rote Rathaus von der CDU zurückzuerobern.
  • Seine Nominierung folgte einer Empfehlung des SPD-Präsidiums im August 2025, die seine Rolle als Hauptgegner von Kai Wegner formalisierte.
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