Stephen Lewis – ein Leben für Gerechtigkeit und Menschenrechte geht zu Ende
Hannah RichterStephen Lewis – ein Leben für Gerechtigkeit und Menschenrechte geht zu Ende
Stephen Lewis, ehemaliger Vorsitzender der Ontario-NDP und international anerkannter Menschenrechtsaktivist, ist im Alter von 88 Jahren nach einem Krebsleiden gestorben. Sein jahrzehntelanges Wirken umfasste Politik, Diplomatie und Aktivismus und hinterlässt tiefgreifende Spuren in den sozialen Gerechtigkeitsbewegungen Kanadas und weltweit.
In den 1970er-Jahren stieg Lewis als Vorsitzender der Ontario-NDP zu Bekanntheit auf. Sein Einsatz für Mietpreisbremse, Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz verhalf der Partei zum Status der offiziellen Opposition in der Provinz. Mit seinen mitreißenden Reden und seinem unerschütterlichen Engagement für Fairness prägte er die progressive Politik nachhaltig.
Später widmete er sich der internationalen Arbeit und diente als Kanadas Botschafter bei den Vereinten Nationen. Dort setzte er sich besonders für Menschenrechte ein, vor allem in Afrika. Als Sondergesandter der UN für HIV/Aids drängte er westliche Regierungen zu entschlossenerem Handeln gegen die Pandemie. Sein Kampf gegen Aids und sein leidenschaftliches Eintreten für benachteiligte Gemeinschaften brachten ihm weltweite Anerkennung ein.
Sein Einfluss reichte über die eigene Karriere hinaus: Sein Sohn Avi Lewis – Filmemacher und Aktivist – wurde kürzlich zum Bundesvorsitzenden der NDP gewählt und führt damit die enge Verbindung der Familie zur Partei fort.
Lewis' Tod markiert das Ende eines Lebens, das der sozialen Gerechtigkeit gewidmet war – von der politischen Bühne Ontarios bis hin zum globalen Kampf gegen Ungleichheit. Seine Arbeit in den Bereichen Menschenrechte, Aids-Bekämpfung und progressive Politik prägte politische Maßnahmen und inspirierte Generationen von Aktivist:innen. Die NDP und die weiteren sozialen Bewegungen werden ihn als unermüdlichen Vorkämpfer für Wandel in Erinnerung behalten.






