25 April 2026, 22:02

Stromkosten für Industrie: Staat deckelt Preis auf fünf Cent pro Kilowattstunde

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Stromkosten für Industrie: Staat deckelt Preis auf fünf Cent pro Kilowattstunde

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat ein neues Förderprogramm angekündigt, um die Stromkosten für energieintensive Unternehmen zu senken. Das Vorhaben soll rund 10.000 Betriebe unterstützen, indem der Strompreis auf fünf Cent pro Kilowattstunde gedeckelt wird. Die endgültigen Richtlinien werden in Kürze im Bundesanzeiger veröffentlicht.

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Das von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geleitete Programm übernimmt 50 Prozent des Stromverbrauchs eines Unternehmens. Allerdings wird nur der Großhandelspreis halbiert – er sinkt dabei nie unter fünf Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen, die die Förderung erhalten, müssen die Hälfte ihrer Einsparungen in Maßnahmen zur Dekarbonisierung reinvestieren.

Ein automatischer Anspruch auf die Subventionen besteht nicht. Über die Bewilligung entscheidet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sollte die Gesamtsumme der Anträge das Budget übersteigen, können die Auszahlungen anteilsmäßig gekürzt werden.

Das Ministerium plant, das Programm über eine Haushaltsreserve zu finanzieren. Die Regelungen treten in Kraft, sobald sie in den kommenden Tagen im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Die Förderung richtet sich gezielt an energieintensive Branchen und bietet günstigeren Strom – im Gegenzug werden jedoch grüne Investitionen verlangt. Unternehmen müssen sich über das BAFA bewerben, eine Genehmigung ist jedoch nicht garantiert. Der Erfolg des Programms hängt von den verfügbaren Mitteln und der Nachfrage der berechtigten Betriebe ab.

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