SV Wehen Wiesbaden kämpft mit Empty Stands gegen das Vergessen einer schweren Krankheit
Emil LangeSV Wehen Wiesbaden kämpft mit Empty Stands gegen das Vergessen einer schweren Krankheit
SV Wehen Wiesbaden nutzt Heimspiel gegen VfL Osnabrück für Aufklärung über wenig bekannte Krankheit
Am 3. Mai 2023 wird der SV Wehen Wiesbaden sein Heimspiel gegen den VfL Osnabrück nutzen, um auf eine wenig bekannte, aber schwere Erkrankung aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit der Initiative Empty Stands setzt sich der Verein für mehr Bewusstsein für Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS), Long COVID und das Post-Vakzinations-Syndrom ein. Fans, die das Spiel besuchen, finden Informationsstände vor und haben die Möglichkeit, direkt die Forschung zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der Kampagne steht ME/CFS, eine schwere Multisystemerkrankung, die oft nach Infektionen auftritt. Eines der Hauptsymptome ist die belastungsinduzierte Verschlechterung (Post-Exertional Malaise, PEM), bei der selbst geringe körperliche oder geistige Anstrengung den Zustand verschlimmert. Schätzungsweise 650.000 Menschen in Deutschland leben mit ME/CFS – doch das öffentliche Verständnis für die Krankheit ist nach wie vor gering.
Auch Long COVID und das Post-Vakzinations-Syndrom können ähnliche Beschwerden auslösen und erfüllen oft die Diagnosekriterien für ME/CFS. Viele Betroffene kämpfen monate- oder sogar jahrelang mit Erschöpfung, Schmerzen und kognitiven Einschränkungen. Der Verein möchte diese Erkrankungen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Am Spieltag informiert ein Stand über ME/CFS und verwandte Krankheitsbilder. Durch eine Pfandsammelaktion kommen Spenden für die ME/CFS Research Foundation zusammen. Zudem hat der Verein Betroffene und ihre Angehörigen eingeladen, das Spiel aus der ruhigeren und geschützten Atmosphäre der Vereinslounge zu verfolgen.
Die Aktion soll Menschen mit ME/CFS, Long COVID und Post-Vakzinations-Syndrom mehr Sichtbarkeit verleihen. Durch die Kombination von Aufklärung und direkter Spendenaktion gibt die Kampagne den Fans die Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Verein hofft, dass die Veranstaltung zu einer breiteren Diskussion und mehr Unterstützung für die Betroffenen beiträgt.






