Tegel Center glänzt mit Leerstand statt mit neuem Einkaufsflair in Berlin
Emil LangeTegel Center glänzt mit Leerstand statt mit neuem Einkaufsflair in Berlin
Tegel Center in Berlin wiedereröffnet – doch viele Läden stehen leer
Im Oktober 2022 öffnete das Tegel Center in Berlin nach fünf Jahren und einer 250-Millionen-Euro-Umbaukosten wieder seine Türen. Das Projekt sollte Reinickendorf ein neues, attraktives Einkaufszentrum bescheren – doch viele der Neubauten stehen heute leer. Kritiker fragen bereits, ob sich die Investitionen gelohnt haben.
Die Neugestaltung verwandelte das Areal zwischen Berliner Straße, Bernstorffstraße, Buddestraße und Grußdorfstraße in 50.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Der Schweizer Architekt Max Dudler leitete das Vorhaben, zu dem auch der Umzug und die Modernisierung der ehemaligen Markthalle gehörten. Trotz des großen Aufwands haben sich jedoch kaum namhafte Mieter angesiedelt – Galeria Kaufhof zählt zu den wenigen verbleibenden Ankergeschäften.
Bei der Eröffnung äußerte der Bezirksstadtrat Felix Schoenebeck (CDU) Bedenken: Es fehle an Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Orten, an denen sich Menschen aufhalten könnten. Die neuen Gebäude mit ihren unfertigen Fassaden und herabhängenden Kabeln für Neonreklamen wirken unvollendet. Eigentlich sollte die Gorkistraße belebt werden – stattdessen prägt eine ruhige, kaum genutzte Einkaufsmeile das Bild.
Aktuelle Vergleichsdaten, wie sich ähnliche Berliner Fußgängerzonen nach Sanierungen in puncto Nutzung und Vielfalt entwickelt haben, liegen nicht vor. Dadurch fällt es schwer zu beurteilen, ob die Probleme des Tegel Centers Einzelfälle sind oder Teil eines größeren Trends.
Die 250 Millionen Euro teure Umgestaltung hat bisher nicht den erhofften regen Betrieb gebracht. Mit leeren Gebäuden und wenigen Mietern bleibt der langfristige Erfolg des Projekts ungewiss. Nun steht der Bezirk vor der Herausforderung, die Flächen zu besetzen und das Viertel für Besucher attraktiver zu gestalten.






