Teufelsberg und Spreepark: Berlins vergessene Orte werden zu Kultur-Hotspots
Emil LangeTeufelsberg und Spreepark: Berlins vergessene Orte werden zu Kultur-Hotspots
Berlins verlassene Orte erhalten neues Leben. Zwei bekannte Standorte – die Abhörstation Teufelsberg und der Freizeitpark Spreepark – werden bald zu kulturellen Zentren. Beide Projekte verbinden Geschichte, Kunst und öffentliche Zugänglichkeit, ohne ihren einzigartigen Charakter zu verlieren.
Die ehemalige US-Abhörstation auf dem Teufelsberg in Charlottenburg entstand während des Kalten Krieges. Ihre Aufgabe bestand darin, militärische und politische Kommunikation aus den Ostblockstaaten abzufangen. Seit der Schließung im Jahr 2002 steht das Gelände leer, zieht aber weiterhin Besucher und Street-Art-Künstler an. Nun plant der Architekt Hartmut Gruhl, daraus ein Museum zum Kalten Krieg zu machen – mit Ateliers, Büros und Gastronomiebereichen. Der verwilderte Hügel, bereits übersät mit internationaler Street Art, bleibt bewaldet und für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Spreepark im Plänterwald liegt seit 2002 brach. Anders als frühere Pläne, ihn als Freizeitpark wiederzubeleben, setzt das neue Konzept auf Kultur. Einige alte Fahrgeschäfte werden restauriert und als künstlerische Installationen neu interpretiert. Auf dem Gelände entstehen zwei Gewerbegebäude, Büros und Wohnungen, mit Zufahrten von zwei Seiten. Die geschätzten 70 Millionen Euro Projektkosten werden größtenteils aus öffentlichen Mitteln finanziert.
Unterdessen wird auch das alte Postfuhramt in Berlin-Mitte wiederbelebt. Das Gebäude liegt im Sanierungsgebiet Luisenstadt Nord und soll Teil eines lebendigen neuen Stadtviertels werden.
Die Projekte verwandeln lang vernachlässigte Orte in aktive Kulturstätten. Auf dem Teufelsberg entstehen ein Museum und kreative Arbeitsräume, während der Spreepark zu einem gemischten Areal mit Kunst und Wohnraum wird. Beide Standorte bleiben der Öffentlichkeit erhalten – so bleiben ihre Geschichte und ihr Charakter bewahrt.






