28 March 2026, 18:02

Tiger-Parks in Pattaya: Spektakel mit bitterem Beigeschmack für die Raubkatzen

Eine Zeichnung von Wildtieren, darunter ein Tiger, auf einem Blatt Papier mit begleitendem Text.

Tiger-Parks in Pattaya: Spektakel mit bitterem Beigeschmack für die Raubkatzen

Ein tiefes, grollendes Brüllen hallt durch den Tiger Park in Pattaya und lockt Scharen von Touristen an, die sich nach einem nahen Erlebnis mit den Raubkatzen sehnen. Doch hinter der spektakulären Show mehren sich ernste Bedenken um das Wohl der gefangenen Tiger. Tierschutzorganisationen werfen den Betreibern vor, die Tiere rein gewinnorientiert auszubeuten – ohne echten Einsatz für den Artenschutz.

Die Tiger im Park wirken seltsam ruhig und lassen sich von Besuchern streicheln und für Fotos positionieren. Untersuchungen zeigen, dass diese Sanftmut einen hohen Preis hat: Jungtiere werden oft schon in jungen Jahren brutalen Dressurmethoden unterzogen. Trainer sollen Metallstangen einsetzen, um widerständige Tiere zu schlagen und ihren Willen früh zu brechen.

Der Park züchtet kontinuierlich Jungtiere, um das Interesse der Touristen aufrechtzuerhalten. Doch das Schicksal vieler älterer Tiger bleibt ungewiss – es gibt Befürchtungen, dass einige in den illegalen Wildtierhandel verkauft werden. Unterdessen erholt sich die Population wildlebender Tiger in Thailand langsam: Rund 200 Tiere leben mittlerweile in geschützten Gebieten. Zwar gibt es strenge Gesetze zum Schutz dieser Arten, doch schwache Durchsetzung und Korruption untergraben sie häufig.

Die öffentliche Haltung ändert sich. Immer mehr europäische Touristen meiden Attraktionen wie Tiger-Selfies oder Elefantenritte – aus ethischen Gründen. Dennoch bleiben die Parks in Betrieb und werben mit dem Versprechen atemberaubender Begegnungen.

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Während Thailands wilde Tiger Anzeichen einer Erholung zeigen, bleibt die Zukunft der gefangenen Tiere düster. Ohne strengere Kontrolle der Tierschutzgesetze, so Kritiker, werden die Parks die Ausbeutung der Tiger für Profitzwecke fortsetzen. Ein Rückgang des Touristeninteresses könnte irgendwann Wandel erzwingen – doch vorerst dreht sich die Spirale weiter.

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