Titanic-Schwimmweste für Rekordpreis von 770.000 Euro versteigert
Eine Schwimmweste, die von einer Überlebenden der Ersten Klasse der Titanic getragen wurde, ist bei einer Auktion im Vereinigten Königreich für 770.000 Euro verkauft worden. Das höchste Gebot übertraf die Erwartungen bei Weitem und lag fast dreimal so hoch wie der Startpreis von 287.000 Euro. Das seltene Stück wurde nach einem heftigen Bieterwettstreit unter Sammlern von einem Titanic-Museum in den USA erworben.
Bei derselben Auktion erzielten auch andere mit der Titanic verbundene Gegenstände außergewöhnliche Preise, darunter eine goldene Taschenuhr und ein Rettungsbootkissen.
Die Schwimmweste gehörte Laura Mabel Francatelli, einer Passagierin der Ersten Klasse, die die Katastrophe im Jahr 1912 überlebte. Sie war Generationen lang im Besitz ihrer Familie geblieben, bevor sie zum Verkauf angeboten wurde. Gefertigt von Fosbery & Co, verfügt die Weste über zwölf Leinentaschen, die mit Kork gefüllt sind, sowie Schultergurte und Seitenschnallen. Besonders einzigartig macht sie die Unterschriften von acht Überlebenden aus Rettungsboot Nr. 1, die auf dem Stoff eingraviert sind.
Dies ist eine der wenigen erhaltenen Schwimmwesten von Titanic-Passagieren und die einzige, die jemals bei einer Auktion angeboten wurde. Der Käufer, ein US-amerikanisches Titanic-Museum, sicherte sich das Stück nach einem intensiven Bietergeflecht. Der Endpreis von 770.000 Euro sprengte alle Schätzungen und unterstreicht die Seltenheit und historische Bedeutung des Objekts.
Bei derselben Veranstaltung wurde eine goldene Taschenuhr der Marke Jules Jurgensen, die einst Isidor Straus gehörte – einem Passagier, der beim Untergang ums Leben kam – für den Rekordpreis von 2,33 Millionen Dollar verkauft. Eine weitere goldene Taschenuhr, die einem nicht identifizierten ertrunkenen Passagier gehörte, erzielte 206.000 Euro. Selbst ein einfaches Rettungsbootkissen brachte 448.000 Euro ein.
Andrew Aldridge, Geschäftsführer des Auktionshauses, erklärte, dass die außergewöhnlichen Preise auf die anhaltende öffentliche Faszination für die Titanic und ihre Passagiere zurückzuführen seien. Sammler suchten weiterhin nach persönlichen Gegenständen, die mit der Tragödie verbunden sind, was die Nachfrage nach solchen Stücken antreibe.
Die Schwimmweste wird nun in einem US-amerikanischen Museum ausgestellt, das der Titanic gewidmet ist. Ihr Verkauf sowie die Versteigerung weiterer hochpreisiger Objekte bestätigen die anhaltende Anziehungskraft von Erinnerungsstücken, die mit dem historischen Schiff verbunden sind. Die Auktionsergebnisse zeigen zudem, wie persönliche Gegenstände aus der Katastrophe weiterhin außergewöhnliche Preise erzielen.






