Trump kehrt zum White-House-Correspondents'-Dinner zurück – doch nur für eine kurze Stippvisite
Lina SeidelTrump kehrt zum White-House-Correspondents'-Dinner zurück – doch nur für eine kurze Stippvisite
Donald Trump wird nach zehn Jahren erstmals wieder am White-House-Correspondents'-Dinner teilnehmen. Bei der Veranstaltung, die Preise für herausragenden Journalismus vergibt, werden unter anderem The Wall Street Journal sowie ein Fotograf ausgezeichnet, der entscheidende Details über Jeffrey Epstein aufgedeckt hat. Berichten zufolge plant Trump, die Feier frühzeitig zu verlassen – noch vor der Preisverleihung.
In der Late Show nahm Stephen Colbert Stellung zu Trumps angekündigtem Auftritt und spielte dabei auf die langjährige Medienkritik des ehemaligen Präsidenten an.
Das jährliche Dinner, eine Tradition in Washington, ehrt an diesem Wochenende wieder exzellente journalistische Leistungen. Zu den Preisträgern zählt eine Untersuchung des Wall Street Journal sowie ein Fotograf, dessen Arbeit Verbindungen zu Jeffrey Epstein enthüllte. Doch Trump, bekannt für sein angespanntes Verhältnis zur Presse, wird voraussichtlich nicht bis zur Verleihung bleiben.
Laut Insidern wird er die Veranstaltung vor der Preisübergabe verlassen. In seiner Rede dürfte er zudem scharfe Medienkritik üben – ein wiederkehrendes Motiv aus seiner Amtszeit. 2018 hatte er Journalisten als "Feinde des Volkes" bezeichnet, eine Aussage, die Colbert in seiner Show aufgriff und Trumps jüngste Pläne verspottete.
Unterdessen veranstaltet Jimmy Kimmel am selben Abend eine separate, humorvolle Alternative. Seine Veranstaltung verspricht eine lockerere Atmosphäre mit Satire und scharfen Witzen – ein Kontrast zum formellen Dinner.
Trumps Verhältnis zur Presse war stets von Konflikten geprägt. Kürzlich tauchte ein Foto auf, das ihn zeigt, wie er einen Mann mit einem medizinischen Notfall im Oval Office ignoriert – ein Vorfall, der die Kritik an seiner mangelnden Hilfsbereitschaft verstärkt. Die Aufnahme wirft zusätzliche Fragen vor seinem Auftritt auf.
Die Preisverleihung wird wie gewohnt stattfinden, doch Trumps frühes Gehen und seine geplanten Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen. Seine – wenn auch kurze – Anwesenheit sorgt für besondere Aufmerksamkeit. Kimmels alternative Feier bietet unterdessen eine ganz andere Perspektive auf den Abend.






