Trump nutzt Mordfall in Chicago für politische Angriffe auf Migration und Kriminalitätspolitik
Hannah RichterTrump nutzt Mordfall in Chicago für politische Angriffe auf Migration und Kriminalitätspolitik
Eine 18-jährige Studentin der Loyola University, Sheridan Gorman, wurde vergangenen Donnerstag in Chicago angeblich von einem venezolanischen Migranten erschossen. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump behauptet seitdem, ihr Tod hätte verhindert werden können, wenn lokale Führungskräfte Bundeshilfe zur Bekämpfung der Kriminalität angefordert hätten.
Trump argumentierte zudem, dass strengere Grenzkontrollen die Tragödie von vornherein hätten verhindern können. Gormans Tod hat eine politische Debatte über Kriminalität und Migration ausgelöst. Trump erklärte, der Bürgermeister von Chicago, Brandon Johnson, und der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker, hätten um Bundesintervention bitten müssen, um die Gewalt einzudämmen. Als Beispiel führte er Memphis an, wo die Kriminalität seiner Aussage nach seit dem Einsatz der Nationalgarde vor fünf Monaten um 75 Prozent gesunken sei.
Der ehemalige Präsident verwies auch auf Washington D.C. und behauptete, seine Regierung habe die Stadt durch ähnliche Maßnahmen sicherer gemacht. Er schlug vor, dass Chicago dieselben Ergebnisse erzielen könnte, wenn seine Politik dort umgesetzt würde.
Das Büro von Gouverneur Pritzker reagierte mit Beileidsbekundungen an Gormans Familie und betonte erneut die Unterstützung für eine strafrechtliche Verfolgung des Verdächtigen. Zuvor hatte Pritzker Trump kritisiert, dieser konzentriere sich bei der Migrationskontrolle nicht auf hochriskante Straftäter – trotz eigener Anweisungen in dieser Richtung.
Der Fall hat die Diskussionen über Kriminalprävention und Grenzsicherheit neu entfacht. Trumps Äußerungen unterstreichen seine Haltung zur Bundesbeteiligung bei der lokalen Strafverfolgung. Unterdessen setzen sich die Behörden in Illinois weiterhin für eine Aufklärung von Gormans Tod ein.






