30 March 2026, 02:30

Trump-Regierung will Geburtsortsprinzip für Kinder von Migranten abschaffen

Titelblatt von "The Federalist: A Collection of Essays written in favour of the New Constitution, as agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787, in two volumes, vol i" gedruckt auf Papier.

Trump-Regierung will Geburtsortsprinzip für Kinder von Migranten abschaffen

Die Regierung unter Trump drängt darauf, das automatische Geburtsortsprinzip für Kinder undokumentierter Einwanderer abzuschaffen. Beamte berufen sich nun auf einen Fall des Obersten Gerichtshofs aus dem 19. Jahrhundert, Elk v. Wilkins, um die umstrittene Politik zu rechtfertigen. Der Vorstoß erfolgt, während sich der Supreme Court auf die Prüfung des Themas im Fall Trump v. Washington am 5. Dezember 2025 vorbereitet.

Der betreffende Fall reicht bis ins Jahr 1880 zurück, als John Elk, ein in den USA geborener Native American, von dem Wahlbeamten Charles Wilkins aus Omaha das Wahlrecht verweigert wurde. Elk argumentierte, er sei durch Geburt Staatsbürger, da er die Bindungen zu seinem Stamm aufgelöst habe. Doch 1884 entschied der Supreme Court gegen ihn und erklärte, dass in den USA geborene Native Americans nicht automatisch die Staatsbürgerschaft besäßen.

Der 14. Verfassungszusatz wird seit Langem so ausgelegt, dass er nahezu allen in den USA Geborenen die Staatsbürgerschaft gewährt – unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Eltern. Ausnahmen gelten nur für Kinder von Diplomaten oder ausländischen Invasoren. Trumps Erlass von 2025 zielt jedoch darauf ab, das Geburtsortsprinzip auf Personen zu beschränken, bei denen mindestens ein Elternteil US-Bürger oder legaler Einwohner ist.

Die Regierung bezog sich erstmals 2025 auf Elk v. Wilkins, um ihre Position zu stützen, obwohl der Erlass seit Januar desselben Jahres durch eine einstweilige Verfügung blockiert ist. Kritiker, darunter die Bürgerrechtsorganisation ACLU und der National Congress of American Indians, werfen der Regierung vor, den Fall falsch zu interpretieren. Sie argumentieren, dass das Urteil spezifisch die Souveränität der Native Americans betraf und nicht auf moderne Einwanderungsdebatten übertragbar sei.

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Nun muss der Supreme Court entscheiden, ob die Auslegung der Trump-Regierung Bestand hat. Ein Urteil könnte die Regeln für das Geburtsortsprinzip bei Kindern undokumentierter Einwanderer grundlegend verändern. Der Fall bleibt eine der umstrittensten juristischen Auseinandersetzungen der letzten Amtsjahre der Regierung.

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