16 March 2026, 00:59

Trumps Enkelin löst Shitstorm nach 233-Dollar-Einkauf in Luxus-Supermarkt aus

Ein Supermarkt-Innere mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Trumps Enkelin löst Shitstorm nach 233-Dollar-Einkauf in Luxus-Supermarkt aus

Kai Madison, die Enkelin des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, hat nach einem Einkaufsbummel in Erewhon, einem exklusiven Supermarkt in Los Angeles, heftige Kritik geerntet. In einem YouTube-Video gab sie 233 Dollar für Lebensmittel aus – ein Betrag, der bei vielen Zuschauern angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen in den USA auf Unverständnis stieß.

Madison filmte sich selbst, wie sie Produkte wie Hautpflegecremes, Aminosäure-Tabletten und Vitamin-C-Präparate in ihren Einkaufswagen legte. Dazu kamen koreanische BBQ-Rippchen, vegane Buffalo-Blumenkohl-Bällchen, braune Reisbällchen und ein Protein-Shake. Ihr Einkauf umfasste zudem Lavendel-Limonade und einen Liter hyperoxygeniertes Wasser.

Die Gesamtsumme von 233 Dollar – umgerechnet etwa 180 Schweizer Franken – löste online scharfe Reaktionen aus. Viele Kommentatoren hielten die Ausgaben für übertrieben, besonders vor dem Hintergrund der anhaltenden Inflation in den USA. Nach dem Jahr 2020 waren die Preise stark angestiegen und hatten im Sommer 2022 mit 9,1 Prozent einen Höchststand erreicht, bedingt durch Pandemie-Folgen, Konjunkturhilfen und Energiekrisen. Zwar sank die Inflationsrate bis Ende 2023 auf etwa drei Prozent, doch die Lebensmittelpreise blieben hoch – verursacht durch Lieferkettenprobleme, die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Getreideexport und steigende Energiepreise.

Kritiker warfen Madison vor, den Bezug zur Realität vieler US-Bürger verloren zu haben. Einige nannten ihr Video realitätsfremd und verwiesen auf die finanzielle Belastung, unter der noch immer zahlreiche Haushalte leiden. Erewhon, bekannt für seine Premium-Preise, verschärfte die Kontroverse zusätzlich – Madison selbst bezeichnete den Laden als den teuersten Supermarkt, den sie je besucht habe.

Das Video hat die anhaltende Debatte über wirtschaftliche Ungleichheit und die öffentliche Wahrnehmung von Privilegien neu entfacht. Madisons persönlicher Einkaufsbummel entwickelte sich so zu einem Symbol für die allgemeine Frustration über steigende Lebenshaltungskosten. Die Reaktionen spiegeln die weitverbreitete Empfindlichkeit wider, wenn es um Konsumverhalten in Zeiten finanzieller Unsicherheit geht.

Lesen Sie auch:

Quelle