10 April 2026, 12:38

Trumps Iran-Erklärung treibt US-Aktien hoch – während EZB mit Inflation kämpft

Ein Plakat mit einer Grafik, die das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, dargestellt durch farbige Kreise, begleitet von erklärendem Text.

Trumps Iran-Erklärung treibt US-Aktien hoch – während EZB mit Inflation kämpft

US-Aktien stiegen nach Trumps jüngster Iran-Erklärung – Europäische Inflation überzieht EZB-Ziel

Am 1. April legten US-Aktien nach der neuesten Stellungnahme von Präsident Trump zu Iran deutlich zu. Der S&P 500 kletterte um fast 3 Prozent, während der Nasdaq-Composite-Index um knapp 4 Prozent zulegte. Unterdessen stieg die Inflation in Europa im März auf 2,5 Prozent und überschritt damit das 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB).

Gleichzeitig schloss sich das kleine Modeunternehmen Princess Awesome einer Klage gegen Trumps Zölle an. Das Unternehmen behauptet, die Abgaben hätten zu Lohnkürzungen, Produktionsrückgängen und einem Lagerbestand auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren geführt.

Die Trump-Regierung hatte die Zölle auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) eingeführt, um Unternehmen zur Verlagerung der Produktion in die USA zu bewegen. Doch Princess Awesome, eine Kindermodemarke, argumentiert, die Abgaben hätten den Betrieb schwer beeinträchtigt. Gründerin Rebecca Melsky erklärte, eine Rückverlagerung der Produktion in die USA sei aufgrund fehlender lokaler Fachkenntnisse unrealistisch. Zudem müsste das Unternehmen Maschinen importieren und Mitarbeiter schulen – was zusätzliche Kosten verursachen würde.

Die Zölle zwangen das Unternehmen bereits zu Lohnkürzungen und einer Drosselung der Produktion. Die Lagerbestände erreichten nun den tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt und belasten die Firma stark. Als Reaktion beteiligt sich Princess Awesome an einer Klage, die die Rechtmäßigkeit der IEEPA-Zölle infrage stellt.

EZB ringt mit hoher Inflation – Ausländische Notenbanken ziehen sich aus US-Staatsanleihen zurück

Auf der anderen Seite des Atlantiks sieht sich die EZB mit einer Inflationsrate von 2,5 Prozent konfrontiert. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte, dass steigende Energiepreise das Wachstum bremsen könnten, während sie gleichzeitig die Teuerung weiter anheizen. Sie beschrieb das beste Szenario als einen kurzen, heftigen Schock statt eines anhaltenden Drucks.

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Auch ausländische Zentralbanken haben ihre Bestände an US-Staatsanleihen auf den niedrigsten Stand seit 2012 reduziert. Dieser Rückzug spiegelt die allgemeine Unsicherheit auf den globalen Märkten wider, wo Handelskonflikte und Inflationssorgen anhalten.

Der Rechtsstreit von Princess Awesome unterstreicht die Belastung, die die Zölle für kleine Unternehmen darstellen. Die Schwierigkeiten des Unternehmens stehen im Kontrast zu dem Ziel der Regierung, die US-Produktion wiederzubeleben. In Europa drohen höhere Energiepreise hingegen, das Wachstum zu schwächen und die Inflation über dem Zielwert zu halten.

Die EZB steht nun vor schwierigen Entscheidungen, während die Inflation steigt und ausländische Investoren sich aus US-Staatsanleihen zurückziehen. Die Märkte bleiben unterdessen volatil – angesichts sich ändernder Handelspolitik und geopolitischer Spannungen.

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