Über 260 Cyberangriffe auf Schweizer Infrastruktur seit April 2025 gemeldet
Emil LangeÜber 260 Cyberangriffe auf Schweizer Infrastruktur seit April 2025 gemeldet
Schweiz verzeichnet seit April 2025 über 260 Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur
Seit April 2025 hat die Schweiz mehr als 260 Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur registriert. Betroffen sind unter anderem Kernkraftwerke, Krankenhäuser und Banken. Trotz der hohen Zahl der Vorfälle kam es bisher weder zu größeren Ausfällen noch zu schweren Datenlecks.
Die Schweizer Regierung schreibt Unternehmen nun vor, Cybervorfälle innerhalb von 24 Stunden zu melden. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Schweizer Franken – eine Regelung, die seit Oktober in Kraft ist. Zu den häufigsten Bedrohungen zählen DDoS-Attacken, Schadsoftware und der Diebstahl persönlicher Daten.
Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), das für die IT-Sicherheit zuständig ist, betreibt ein "Cyber Security Hub", um die Vorfälle zu erfassen und auszuwerten. Die gesammelten Daten helfen, Reaktionszeiten zu verkürzen und künftige Angriffe zu verhindern. Während besonders geschützte Sektoren unter strenger Beobachtung stehen, sind Privatpersonen und kleinere Unternehmen zunehmend gefährdet.
Bisher gab es keine dokumentierten Angriffe, die essenzielle Dienstleistungen lahmlegten oder zu erheblichen Datenverlusten führten. Die Behörden überwachen die Lage weiterhin genau, um die Sicherheit in Schlüsselsektoren zu gewährleisten.
Mit dem neuen Meldesystem und verschärften Strafen will die Schweiz ihre Cyberabwehr stärken. Über 260 Vorfälle wurden erfasst, doch keiner verursachte schwere Schäden. Die Behörden bleiben wachsam, da weiterhin Risiken für weniger geschützte Gruppen bestehen.






