24 March 2026, 06:42

UBS im Geldwäschefall freigesprochen – zwei Verurteilungen in bulgarischem Schema

Schweizer Banknote mit einem Mann im Anzug und Krawatte mit ernster Miene, Text 'Banque Generale Suisse', Wasserzeichen links und hellblauem Hintergrund.

UBS im Geldwäschefall freigesprochen – zwei Verurteilungen in bulgarischem Schema

Das Schweizer Bundesstrafgericht hat die UBS in einem viel beachteten Geldwäschefall mit Bezug zu Bulgarien freigesprochen. Das Urteil folgt einer langwierigen Untersuchung, in die ursprünglich auch die Credit Suisse verwickelt war. Unterdessen wurden ein ehemaliger Vermögensverwalter und ein bulgarischer Staatsbürger wegen ihrer Beteiligung an dem Schema teilweise verurteilt.

Der Fall begann mit Geldwäscheverdacht im Zusammenhang mit der Credit Suisse. Im Laufe der Zeit geriet auch die UBS in den Fokus der Ermittlungen, wurde nun jedoch vollständig freigesprochen. Das Gericht verurteilte jedoch einen ehemaligen Vermögensverwalter einer anderen Schweizer Bank wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung.

Ein bulgarischer Bürger wurde zudem wegen schwerer Geldwäsche und seiner Verstrickung in dasselbe kriminelle Netzwerk schuldig gesprochen. Die Berufungskammer stellte das Verfahren gegen einen ehemaligen Credit-Suisse-Mitarbeiter ein, der vor Abschluss des Prozesses verstorben war.

Schweizer Gerichte gehen seit Jahren hart gegen Finanzkriminalität vor. Zwischen 2021 und 2026 erhielten Bankangestellte, die wegen Geldwäsche oder Beihilfe zu kriminellen Gruppen verurteilt wurden, Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren. 2023 wurde ein UBS-Mitarbeiter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er 10 Millionen Euro im Zusammenhang mit Drogenkartellen gewaschen hatte. Im Jahr darauf erhielten zwei Credit-Suisse-Manager vierjährige Haftstrafen, weil sie Mafia-Netzwerke unterstützt hatten. In solchen Fällen wurden Geldstrafen von bis zu 500.000 Schweizer Franken verhängt, zusätzlich zu angeordneten Vermögensabschöpfungen.

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Das Urteil beendet einen komplexen Fall, der einst zwei große Schweizer Banken betraf. Die UBS geht straffrei aus, während die Verurteilten mit rechtlichen Konsequenzen für ihre Rolle rechnen müssen. Das Ergebnis steht im Einklang mit der jüngsten verschärften Vorgehensweise der Schweiz gegen Fehlverhalten im Bankensektor.

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