UN-Vollversammlung verurteilt transatlantischen Sklavenhandel als Menschheitsverbrechen
Hannah RichterUN-Vollversammlung verurteilt transatlantischen Sklavenhandel als Menschheitsverbrechen
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat eine Resolution verabschiedet, in der der transatlantische Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wird. Insgesamt 123 Länder unterstützten den Beschluss, während drei Staaten dagegen stimmten. Der Schritt folgt einem Aufruf des ghanaischen Präsidenten John Dramani Mahama nach einer stärkeren globalen Anerkennung dieses Verbrechens.
Ghanas Staatschef hatte die Vereinten Nationen aufgefordert, den transatlantischen Sklavenhandel offiziell als eines der schlimmsten Verbrechen der Geschichte anzuerkennen. Sein Appell erfolgte vor der Abstimmung, die eine überwältigende Zustimmung der Mitgliedstaaten erfuhr.
Die Resolution wurde mit 123 Stimmen angenommen. Widerstand kam jedoch von den Vereinigten Staaten, Israel und Argentinien – vertreten durch Donald Trump, Benjamin Netanyahu und Javier Milei. Weitere 52 Länder enthielten sich der Stimme, statt eine klare Position zu beziehen.
Trotz der ablehnenden Stimmen markiert die Resolution einen bedeutenden Schritt in der Haltung der UN zu historischen Ungerechtigkeiten. Sie spiegelt die wachsende internationale Unterstützung wider, das Erbe der Sklaverei durch formelle Anerkennung aufzuarbeiten.
Die verabschiedete Resolution unterstreicht die Position der UN, den transatlantischen Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu klassifizieren. Mit der Zustimmung von 123 Ländern erhält der Beschluss nun Gewicht in globalen Debatten. Die Gegenstimmen und Enthaltungen zeigen jedoch, dass weiterhin Uneinigkeit darüber besteht, wie mit historischen Unrechten umgegangen werden soll.






