23 March 2026, 00:33

US-Behörden verschärfen Einwanderungskontrollen in der Karibik – Vorwürfe des Racial Profiling

Offenes Buch mit einer detaillierten Karte der Karibik auf einer schwarzen Oberfläche, die Inseln und Gewässer zeigt.

US-Behörden verschärfen Einwanderungskontrollen in der Karibik – Vorwürfe des Racial Profiling

US-Einwanderungsbehörden haben ihre Durchsetzungsmaßnahmen in den karibischen Gebieten ausgeweitet – und damit Vorwürfe des Racial Profiling aufkommen lassen. Seit Anfang 2025 führen die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE und die Grenzschutzbehörde CBP gezielte Razzien in Puerto Rico, auf den Amerikanischen Jungferninseln und der Insel Navassa durch. Allein in Puerto Rico wurden zwischen Januar und März 2026 über 1.200 Festnahmen registriert.

Diese Aktionen sind Teil einer umfassenderen Verschärfung der Einwanderungspolitik unter der Regierung Trump. Behörden bestätigen, dass die maritimen Abfangmaßnahmen und Küstenpatrouillen verstärkt wurden, insbesondere in Gebieten mit hohem Migrationsaufkommen aus Haiti und der Dominikanischen Republik.

Die Operationen unterliegen der Bundeszuständigkeit, da die US-Territorien in der Karibik denselben Einwanderungsgesetzen wie das Festland unterliegen. ICE und CBP arbeiten dabei mit lokalen Strafverfolgungsbehörden zusammen und konzentrieren sich auf Küstenregionen, in denen undokumentierte Migrant:innen häufig auf dem Seeweg ankommen. Im Februar 2026 fanden gemeinsame Razzien auf St. Thomas und St. Croix statt, während in Puerto Rico im ersten Quartal des Jahres über 1.200 Festnahmen in und um San Juan verzeichnet wurden.

In sozialen Medien wird den Behörden vorgeworfen, gezielt schwarze Gemeinschaften ins Visier zu nehmen, was die Befürchtungen rassistischer Voreingenommenheit schürt. Zwar gibt es keine Belege für organisierte Entführungen durch ICE oder das Heimatschutzministerium DHS, doch Menschenrechtsorganisationen verweisen auf Fälle, in denen US-Bürger:innen oder legale Einwohner:innen fälschlicherweise inhaftiert wurden. Die mangelnde Transparenz einiger Operationen hat das Misstrauen in den betroffenen Bevölkerungsgruppen weiter vertieft.

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Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die maritime Überwachung: Die CBP fängt regelmäßig Boote aus Haiti und der Dominikanischen Republik ab. Diese Routen werden seit Langem von Migrant:innen genutzt, die versuchen, die US-Küste zu erreichen – was die Karibik sowohl für die Migrationskontrolle als auch für umfassendere Sicherheitsbemühungen zu einer Priorität macht.

Die verschärften Maßnahmen führten zu über 1.200 Festnahmen in Puerto Rico und koordinierten Razzien auf den Amerikanischen Jungferninseln. Die Behörden betonen, die Operationen seien rechtmäßig und für die Grenzsicherheit notwendig. Unterdessen fordern Menschenrechtsaktivist:innen weiterhin mehr Rechenschaftspflicht ein und verweisen auf Fehler bei Festnahmen sowie anhaltende Bedenken hinsichtlich Racial Profiling.

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