US-Demokraten fordern Stopp für Wetthandel von Beamten auf Prognosemärkten
Emil LangeUS-Demokraten fordern Stopp für Wetthandel von Beamten auf Prognosemärkten
Über 40 demokratische Abgeordnete drängen US-Behörden dazu, gegen Wetthandel von Bundesangestellten auf Prognosemärkten vorzugehen. Die Sorge wächst angesichts verdächtiger Wetten im Zusammenhang mit politischen und geopolitischen Ereignissen, die Befürchtungen von Insiderhandel und Gefahren für die nationale Sicherheit schüren.
Die Parlamentarier richteten einen Brief an die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und das Office of Government Ethics. Darin wiesen sie auf "mehrere Vorfälle" hin, bei denen nicht öffentlich zugängliche Informationen möglicherweise auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi missbräuchlich genutzt wurden. Als Beispiele nannten sie Wetten auf die angebliche Festnahme von Nicolás Maduro sowie Einsätze über die Dauer einer Pressekonferenz der Republikanerin Karoline Leavitt.
Auch brisante Fälle wurden thematisiert, etwa Handelsaktivitäten im Zusammenhang mit Spannungen mit dem Iran oder Spekulationen um die Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem. Die CFTC stuft Event-Kontrakte bereits als Derivate ein, wodurch sie unter Finanzregeln und den STOCK Act fallen, der Insidergeschäfte verbietet.
Die Abgeordneten fordern die Aufsichtsbehörden auf, klare Richtlinien zu erlassen, die Regierungsvertretern den Handel auf Prognoseplattformen untersagen. Zudem verlangen sie bis zum 13. April eine offizielle Unterrichtung, darunter Details zu laufenden Ermittlungen und bestehenden Systemen zur Aufdeckung von Fehlverhalten. Parallel dazu zielt ein Gesetzentwurf des Senats mit dem Titel "DEATH BETS Act" darauf ab, Wetten auf Kriege, Attentate oder den Tod Einzelner zu verbieten.
Der Aufruf zu schärferen Kontrollen erfolgt zu einer Zeit, in der Prognosemärkte zunehmend unter die Lupe genommen werden. Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, auf Vorwürfe zu reagieren, wonach Bundesbedienstete vertrauliche Informationen für persönliche Gewinne ausnutzen. Die Debatte könnte zu strengeren Regulierungen für politische und geopolitische Wetten führen.






