US-Kliniken kämpfen um lebenswichtige Title-X-Fördergelder für einkommensschwache Patient:innen
Mila VoigtUS-Kliniken kämpfen um lebenswichtige Title-X-Fördergelder für einkommensschwache Patient:innen
Gesundheitszentren in den USA bangen um Title-X-Fördergelder
In den gesamten USA stehen Kliniken vor Unsicherheit über die Title-X-Förderung, die Millionen einkommensschwachen Patient:innen den Zugang zu reproduktionsmedizinischen Leistungen ermöglicht. Der übliche Stichtag für die Verlängerung der Mittel am 1. April ist verstrichen, doch die Bewilligung der diesjährigen Gelder verzögert sich aufgrund von Änderungen im Antragsverfahren.
Das 1970 ins Leben gerufene Programm ermöglicht es jährlich über 2,8 Millionen Menschen, erschwingliche Verhütungsmittel und Familienplanungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die Regierung unter Donald Trump hatte die Antragsfrist für Title-X-Zuschüsse in diesem Jahr jedoch drastisch verkürzt. Statt des üblichen mehrmonatigen Prozesses blieben den Kliniken nur eine Woche, um ihre Anträge einzureichen. Viele wurden zudem angewiesen, ihre verbleibenden Mittel aus dem Jahr 2023 bis Dienstag aufzubrauchen – auch wenn einige eine Fristverlängerung beantragen können.
Gesundheitsdienstleister bereiten sich nun auf mögliche Engpässe vor. Brian Haile, Geschäftsführer des Kliniknetzwerks Neighborhood Health, hat Notfallpläne erarbeitet, falls die neuen Gelder diese Woche nicht eintreffen. Ruth Richardson, Leiterin von Planned Parenthood North Central States, versprach unterdessen, die Leistungen für mindestens einen weiteren Monat kostengünstig oder sogar kostenlos anzubieten, sollten sich die Verzögerungen hinziehen.
Title-X-Kliniken arbeiten nach einem gestaffelten System und bieten Patient:innen an oder unter der Armutsgrenze kostenlose Behandlungen an. Ohne rechtzeitige Förderung könnte jedoch ihre Fähigkeit gefährdet sein, unversicherte oder unzureichend versicherte Menschen weiter zu versorgen.
Ein Sprecher des US-Gesundheitsministeriums (Department of Health and Human Services, HHS) bestätigte am Mittwoch nicht, ob die Mittel wie geplant freigegeben werden. Die Verzögerung lässt die Kliniken in der Schwebe – sie warten auf die Bestätigung ihrer Zuschüsse. Patient:innen, die auf subventionierte Leistungen angewiesen sind, könnten mit Unterbrechungen rechnen, falls die Gelder nicht bald fließen. Die Zukunft des Programms bleibt ungewiss, bis das HHS eine Entscheidung bekannt gibt.






