US-Kongress verschärft Regeln für umstrittene Prognosemärkte bis 2026
Lina SeidelUS-Kongress verschärft Regeln für umstrittene Prognosemärkte bis 2026
US-Abgeordnete haben 2026 vierzehn Gesetzesentwürfe eingebracht, die sich gegen Prognosemärkte richten. Die Vorlagen zielen darauf ab, die Regeln für Handelsteilnehmer zu verschärfen und die zulässigen Vertragsarten einzugrenzen. Dieser Vorstoß geht einher mit Forderungen von über 40 Kongressmitgliedern nach strengerer Aufsicht.
Im März 2026 wurden zwölf der vierzehn Entwürfe vorgelegt, die elf verschiedene Regelungsansätze umfassen. Viele konzentrieren sich darauf, Regierungsvertretern und Insidern den Handel auf diesen Märkten zu untersagen. Zu den zentralen Maßnahmen gehören der End Prediction Market Corruption Act und der PREDICT Act, die genau diese Linie verfolgen.
Eine zweite Gruppe von Gesetzentwürfen soll die Art der Handelsverträge begrenzen, die Prognosemärkte anbieten dürfen. Dazu zählen Verbote für Wetten auf Sportveranstaltungen, Wahlen, Kriege und Regierungsentscheidungen. Ziel ist es, Manipulationsrisiken und unethisches Verhalten einzudämmen.
Die Gesetzesflut spiegelt die breiter angelegten Bestrebungen in Washington wider. Parallel dazu arbeitet die Rohstofftermingeschäftsaufsichtsbehörde (Commodity Futures Trading Commission, CFTC) daran, die bestehenden bundesrechtlichen Vorgaben zu präzisieren. Bereits zuvor hatten 42 Abgeordnete in einem Schreiben die CFTC und das Office of Government Ethics aufgefordert, stärker gegen möglichen Insiderhandel auf diesen Märkten vorzugehen.
Die neuen Vorhaben deuten auf eine Wende hin zu einer strengeren Regulierung der Prognosemärkte. Sollten die Gesetze verabschiedet werden, würden sie die Teilnahme einschränken und das Spektrum handelbarer Verträge verengen. Regulierungsbehörden und Politiker stehen nun unter Druck, Bedenken hinsichtlich Fairness und Transparenz in diesen aufstrebenden Märkten auszuräumen.






