US-Postreform gefährdet pünktliche Zustellung von Wahlbriefen in Washington
Mila VoigtUS-Postreform gefährdet pünktliche Zustellung von Wahlbriefen in Washington
Änderungen in US-Postzentren sorgen für Befürchtungen über Verspätungen bei der Briefzustellung
Die jüngsten Umstrukturierungen in den Verarbeitungszentren des US-Postdienstes (USPS) haben Sorgen über Verzögerungen bei der Postzustellung ausgelöst. Besonders brisant wurde das Thema nach einem deutlichen Anstieg abgelehnter Wahlstimmen bei lokalen Wahlen. Tausende Wähler im Bundesstaat Washington waren betroffen, weil ihre Stimmabgaben bei den jüngsten Kommunalwahlen zu spät poststempeliert wurden.
Der USPS hat einige regionale Verarbeitungszentren zusammengelegt und die Richtlinien angepasst. Diese Maßnahmen gehen auf den 10-Jahres-Strategieplan von 2021 zurück, doch ihr genauer Einfluss auf Briefwahlstimmen bleibt unklar. Bisherige Studien nach der Wahl 2024 haben diese Effekte nicht eindeutig von anderen betrieblichen oder rechtlichen Faktoren getrennt.
Im Snohomish County (Washington) wurde bei den Kommunalwahlen des vergangenen Jahres ein starker Anstieg verspätet gestempelter Wahlbriefe verzeichnet. Das Problem hielt auch bei den Februar-Wahlen an, als rekordhohe Zahlen an Stimmen wegen verpasster Fristen ungültig waren. Der Poststempel dient als entscheidender Nachweis im Rahmen der Briefwahlgesetze – nur so können Stimmen gezählt werden, wenn sie vor Schließung der Wahllokale abgeschickt wurden.
Der USPS stuft ausgefüllte Wahlunterlagen als Prioritätsbrief (First-Class Mail) ein. Die Behörde betonte erneut, die zügige Bearbeitung und Zustellung dieser Sendungen zu gewährleisten.
Obwohl die Post Wahlbriefe weiterhin vorrangig behandelt, haben Verzögerungen in regionalen Zentren bereits die Annahme von Stimmen in wichtigen Gebieten beeinträchtigt. Ohne weitere Daten bleibt ungewiss, wie stark sich diese Änderungen auf künftige Wahlen auswirken werden.






