07 April 2026, 04:33

US-Richter stoppt Trumps Massenentzug von Aufenthaltsrechten für Migranten

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen von 1990 bis 2016 in den USA Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

US-Richter stoppt Trumps Massenentzug von Aufenthaltsrechten für Migranten

Ein Bundesrichter hat eine Regelung der Trump-Regierung blockiert, die Hunderttausenden Migranten den vorübergehenden Schutz entzogen hatte. Diese Personen waren legal über die CBP-One-App in die USA eingereist und hatten eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis sowie Arbeitsgenehmigungen erhalten. Das Urteil folgt auf monatelange juristische Auseinandersetzungen und plötzliche Statusaufhebungen.

Die Entscheidung erging im Rahmen einer Sammelklage, in der argumentiert wurde, dass die massenhaften Streichungen der Aufenthaltsbewilligungen rechtswidrig seien. Die Kläger behaupteten, das Vorgehen verstoße gegen die Vorschriften des Ministeriums für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS), die vor einem Entzug des Status individuelle Prüfungen vorschreiben. Über 900.000 Menschen waren über die App legal in die USA eingereist, viele von ihnen hatten eine zweijährige Arbeitserlaubnis erhalten.

Im April 2025 hatte die Trump-Regierung den Empfängern der vorläufigen Aufenthaltserlaubnis eine E-Mail geschickt, in der ihr Status abrupt aufgehoben und ihnen befohlen wurde, das Land umgehend zu verlassen. Im selben Monat führte die Regierung die CBP-Home-App ein, die Migranten "kostenlose Reisehilfe" anbot – vorausgesetzt, sie willigten in eine freiwillige Ausreise ein. Unklar bleibt, wie viele Betroffene bereits abgeschoben wurden.

Die richterliche Anordnung stellt den vorübergehenden Schutz und die Arbeitserlaubnisse für diejenigen wieder her, die über das CBP-One-System eingereist sind. Besonders entlastend wirkt das Urteil für venezolanische Familien, die sich legal in den USA niedergelassen und dort ein Leben aufgebaut hatten. Ein Sprecher des DHS kritisierte die Entscheidung als "offensichtliche richterliche Willkür" und bekräftigte, dass die Behörde der Entscheidung nicht zustimme.

Präsident Trump hatte die CBP-One-App kurz nach seinem Amtsantritt abgeschaltet und alle ausstehenden Termine storniert. Durch den jüngsten richterlichen Eingriff werden nun die Schutzmaßnahmen für Migranten wiederhergestellt, die legale Wege zur Einreise in die USA genutzt hatten.

Das Urteil verhindert vorerst Abschiebungen für diejenigen, deren vorläufiger Status nach der Trump-Politik entzogen worden war. Migranten, die über die CBP-One-App eingereist sind, behalten vorläufig ihre Arbeitserlaubnis und ihren Aufenthaltsstatus. Der Rechtsstreit könnte jedoch weitergehen, da die Regierung weitere Schritte prüft.

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