15 May 2026, 12:02

Uwe Steimle kehrt mit provokanter Ost-Krimi-Serie auf Telegram zurück

Plakat für das Ernst-Drucker-Theater in Hamburg, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen und dem Text "Hamburg im Jahre 2000".

Uwe Steimle kehrt mit provokanter Ost-Krimi-Serie auf Telegram zurück

Uwe Steimle, der ostdeutsche Kabarettist, kehrt nach 15 Jahren Pause zu Polizeiruf 110 zurück. Seine neue Serie Volkspolizeiruf Tatort Ost widmet sich Verbrechen an Ostdeutschen, die von Westdeutschen oder Migranten begangen werden. Ungewöhnlich ist der Start der Serie: Statt im klassischen Fernsehen wird sie zunächst über ausgewählte Telegram-Kanäle veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht Steimles Figur, Kommissar Bemme – ein exzentrischer Ermittler mit einer ausgeprägten Skepsis gegenüber „westlichem Einfluss“. An seiner Seite arbeiten die Assistentin Sahra und Egon, ein skurriler Faktotum aus der ehemaligen DDR. Hinter den Kulissen gab es bereits Spannungen, als Steimle mit Drehbuchautor Uwe Tellkamp über Drehbuchänderungen aneinandergeriet.

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Als ausführender Produzent steht der Medienmogul Holger Friedrich hinter dem Projekt. Sein langfristiges Ziel ist der Aufbau von Ostflix, einer Streaming-Plattform für ostdeutsche Inhalte. Die Pilotfolge Mord unter der Windkraftanlage sorgt bereits für Aufsehen – nicht zuletzt wegen ihres umfangreichen, 11.000 Seiten starken Drehbuchs.

Unterdessen hat der öffentlich-rechtliche Sender MDR, der für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist, die Produktion neuer Tatort- und Polizeiruf-Folgen für die nächsten drei Jahre ausgestzt. Grund sind massive Budgetkürzungen, die Raum für unabhängige Projekte wie Steimles Serie lassen.

Die Serie umgeht klassische TV-Sender und erscheint zunächst auf Telegram. Ihr Fokus auf Verbrechen an Ostdeutschen durch „Fremde“ hebt sie von traditionellen Krimiformaten ab. Mit Steimles Rückkehr und Friedrichs Streaming-Plänen markiert das Projekt einen Wandel darin, wie regionale Geschichten ihr Publikum erreichen.

Quelle