21 March 2026, 14:35

Verdi ruft AOK-Mitarbeiter in Baden-Württemberg zum Warnstreik auf

Gruppe von Menschen auf einem Gebäude, die eine Fahne halten, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, die scheinbar für die deutsche Regierung protestieren.

Verdi ruft AOK-Mitarbeiter in Baden-Württemberg zum Warnstreik auf

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks bei den AOK-Geschäftsstellen in ganz Baden-Württemberg aufgerufen. Die Beschäftigten werden für einen Tag die Arbeit niederlegen, wobei sich an einigen Orten Kundgebungen den bereits streikenden Beamten des öffentlichen Dienstes anschließen. Der Schritt folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen, die zehntausende Mitarbeiter bundesweit betreffen.

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Von den Streiks betroffen sind elf der 14 Regionaldirektionen der AOK, darunter auch die Zentrale sowie die IT-Tochter ITSCare. Allein in Baden-Württemberg werden rund 11.500 Beschäftigte beeinträchtigt, während bundesweit etwa 44.000 AOK-Mitarbeiter von dem anhaltenden Konflikt betroffen sein könnten.

Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent oder mindestens 375 Euro mehr pro Monat über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite legte in der ersten Verhandlungsrunde jedoch kein Angebot vor. Die nächsten Gespräche sind für den 17. und 18. Februar angesetzt, doch bereits für den 10. März 2026 sind weitere Streiks geplant.

Die Gewerkschaft lehnte einen vorgeschlagenen Kompromiss ab, der eine Erhöhung von insgesamt 4 Prozent vorsah – aufgeteilt in 2 Prozent ab Juli 2026 und weitere 2 Prozent ab Juli 2027. Dies sei angesichts steigender Lebenshaltungskosten zu gering, hieß es. Die Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK) verhandelt zwar mit der GdS-Gewerkschaft, eine Einigung steht aber noch aus.

Die Warnstreiks werden den Dienstbetrieb der AOK in Baden-Württemberg beeinträchtigen. Sollten die Verhandlungen im Februar scheitern, drohen weitere Arbeitsniederlegungen. Das Ergebnis der anstehenden Gespräche wird entscheiden, ob es zu weiteren Ausständen kommt. In der Lohnfrage liegen beide Seiten weiterhin weit auseinander.

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