23 March 2026, 02:32

Verurteilter Kandidat gewinnt Oberbürgermeisterwahl in Neubiberg trotz Drogenaffäre

Ein Stadtplatz mit einem zentralen Brunnen, umgeben von Bänken, Topfpflanzen, Straßenlaternen und -masten, einem Uhrenturm und Gebäuden im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Verurteilter Kandidat gewinnt Oberbürgermeisterwahl in Neubiberg trotz Drogenaffäre

Thomas Pardeller hat die Oberbürgermeisterwahl in Neubiberg, Bayern, gewonnen – trotz einer kürzlichen Verurteilung wegen Drogenbesitzes. Im zweiten Wahlgang sicherte er sich 54,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen die Kandidatin der Grünen, Carola Grimminger, durch. Das Ergebnis folgt auf eine knapp umkämpfte erste Runde, in der keiner der beiden Bewerber eine absolute Mehrheit erreichte.

Im ersten Wahlgang hatte Pardeller mit 49,7 Prozent vorne gelegen, während Grimminger auf 35,3 Prozent kam. Da kein Kandidat die notwendige Mehrheit erzielte, kam es zur Stichwahl, in der Pardeller seinen Stimmenanteil auf 54,7 Prozent ausbauen konnte. Grimminger erhielt 45,3 Prozent.

Pardellers Sieg erfolgt nur kurz nach seiner Verurteilung im Oktober wegen Kokainbesitzes. Er akzeptierte eine Strafe von 60 Tagessätzen à 190 Euro, was insgesamt 11.400 Euro entspricht.

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Die Wahl spiegelt tiefgreifendere Verschiebungen in der politischen Landschaft Neubibergs wider. Bei den Kommunalwahlen 2020 ging die CSU als stärkste Kraft mit 42,5 Prozent der Stimmen und 13 Stadtratsmandaten hervor. Die Grünen verzeichneten den größten Zuwachs und stiegen von 14,2 Prozent (2014) auf 24,8 Prozent (8 Sitze) an. Weitere Parteien im Stadtrat sind die Freien Wähler mit 14,1 Prozent (4 Sitze), die SPD mit 10,2 Prozent (3 Sitze) und die Linke mit 3,9 Prozent (1 Sitz).

Trotz seiner juristischen Probleme wird Pardeller nun das Amt des Neubiberger Oberbürgermeisters antreten. Der starke Auftritt der Grünen sowohl bei der Oberbürgermeisterwahl als auch bei den Stadtratswahlen deutet auf wachsende Unterstützung für die Partei in der Gemeinde hin. Die CSU bleibt zwar die dominierende Kraft, doch die politische Machtbalance bleibt im Wandel.

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