25 March 2026, 06:34

Verurteilter Mörder soll aus philippinischem Gefängnis Drogen nach Korea geschmuggelt haben

Plakat mit der Aufschrift 'CJNG & Los Cunis Drogenhandelsorganisationen' mit einer Karte von Mexiko, zwei Männerfotos, Text und einem Logo.

Verurteilter Mörder soll aus philippinischem Gefängnis Drogen nach Korea geschmuggelt haben

Park Wang-yeol, ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der in den Philippinen eine 60-jährige Haftstrafe verbüßt, ist vorübergehend nach Südkorea ausgeliefert worden. Nun muss er sich wegen des Verdachts des Drogenhandels verantworten, nachdem er angeblich während seiner Haft im Ausland über verschlüsselte Nachrichten Narkotika in das Land geschmuggelt haben soll. Die Behörden brachten ihn am Dienstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zum Internationalen Flughafen Incheon.

Die Auslieferung ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen zwischen Seoul und Manila. 2017 hatte die philippinische Regierung einen ersten Antrag Südkoreas auf Übergabe Parks abgelehnt, der 2016 wegen der Ermordung von drei Koreanern verurteilt worden war. Doch nach einem Vorstoß von Präsident Lee Jae-myung während der Gipfelgespräche führten Arbeitsgruppenverhandlungen schließlich zu seiner vorübergehenden Rückkehr.

Park traf in Begleitung Dutzender Polizisten und Vertreter des Justizministeriums ein. Auf Fragen von Journalisten reagierte er schweigend, deutete jedoch mit dem Finger auf einen Reporter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, von seiner Zelle auf den Philippinen aus seit 2022 über die Plattform Telegram Drogenlieferungen nach Korea organisiert zu haben.

Das Justizministerium kündigte an, mögliche Gewinne aus seinen mutmaßlichen Drogengeschäften aufzuspüren und einzuziehen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden zudem mehrere Komplizen identifiziert, die in den Fall verwickelt sein sollen.

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Park wird sich nun in Südkorea wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten müssen. Sollte er verurteilt werden, planen die Behörden, alle durch seine Straftaten erworbenen Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Seine vorübergehende Auslieferung gilt als seltenes Beispiel grenzüberschreitender justizieller Zusammenarbeit zwischen Seoul und Manila.

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