Volkswagen kämpft mit Kurssturz und China-Krise – doch die E-Auto-Offensive geht weiter
Lina SeidelVolkswagen kämpft mit Kurssturz und China-Krise – doch die E-Auto-Offensive geht weiter
Volkswagen steht vor großen Herausforderungen: Aktienkurs rutscht ab, Exporte nach China brechen ein
Der Autokonzern hat seit Januar fast 19 Prozent seines Börsenwerts verloren und schloss am Freitag bei 86,04 Euro. Gleichzeitig sind die deutschen Autoexporte nach China auf 13,6 Milliarden Euro eingebrochen – weniger als die Hälfte des Werts von 2022.
Um diesen Druck zu begegnen, setzt der Konzern auf Kostensenkungen, Mitarbeiterboni und neue Elektroauto-Technologien.
Die finanziellen Schwierigkeiten von Volkswagen spitzen sich zu, während der Aktienkurs weiter fällt. Nach einem starken Start ins Jahr hat die Aktie inzwischen fast ein Fünftel ihres Werts eingebüßt. Der Rückgang spiegelt tiefgreifendere Probleme wider, darunter der drastische Einbruch der deutschen Pkw-Exporte nach China, die seit 2022 um die Hälfte gesunken sind.
Als Reaktion darauf strafft das Unternehmen seine Ausgaben und verlagert die Produktion näher an wichtige Absatzmärkte. Um die Stimmung in der Belegschaft während der Krise zu stabilisieren, erhalten die Mitarbeiter im Mai eine Prämie von 1.250 Euro.
Trotz der Rückschläge treibt Volkswagen seine Pläne für Elektroautos voran. Die neue modulare Fahrzeugarchitektur (SDV) hat umfangreiche Dauerlauftests erfolgreich absolviert und bewiesen, dass sie in kritischen Funktionen wie Allradantrieb und Traktionskontrolle zuverlässig ist. Diese Plattform wird künftige E-Modelle für westliche Märkte prägen.
Darüber hinaus testet der Konzern das lenkradlose Konzeptfahrzeug Gen.Urban im realen Stadtverkehr in Wolfsburg. Gleichzeitig bringt Škoda – eine Marke der Volkswagen Gruppe – im Herbst 2026 den kompakten elektrischen SUV Epiq auf den Markt.
Volkswagen hat zudem im November 2024 ein Joint Venture mit dem US-Elektroautohersteller Rivian bekannt gegeben. Die ersten Modelle aus dieser Kooperation sollen 2027 erscheinen, aktuelle Marktanteilsdaten beider Unternehmen in den USA liegen jedoch noch nicht vor.
Der Aktienkurs von Volkswagen liegt derzeit bei 86,04 Euro – ein Minus von fast 19 Prozent seit Januar. Der Konzern balanciert zwischen Kostensenkungen und Investitionen in Elektrofahrzeuge sowie neue Technologien. Ob es gelingt, in den wichtigsten Märkten verlorenes Terrain zurückzugewinnen, wird sich an den kommenden Modellen und Partnerschaften zeigen.






