Vom Osram-Glaswerk zum LUXWERK: Spandaus neues Wahrzeichen entsteht
Ein großes Umnutzungsprojekt verwandelt das ehemalige Osram-Glaswerk in Berlin-Spandau
Unter dem Namen LUXWERK entsteht ein Komplex, der Denkmalschutz mit moderner Architektur verbindet. Ein zentrales Element wird der neue 15-stöckige Hochhausbau Spektrum sein.
Der Spektrum-Turm soll sich 51,5 Meter über die Nonnendammallee erheben – nur wenige Schritte von der U-Bahn-Station Paulsternstraße entfernt. Geplant als Entlastung für den angespannten Wohnungsmarkt in Siemensstadt, bietet er vorübergehende Unterkünfte für Fachkräfte, Techniker und Projektteams. Der rasante Aufschwung der Industrie- und Technologiebranchen in der Region hat die Nachfrage nach flexiblen Wohnlösungen stark erhöht.
Doch das LUXWERK-Gelände wird mehr als nur Wohnraum bieten: Geplant sind auch Flächen für Produktion, Forschung und kreative Wirtschaft. Mit hohen Decken und variabel nutzbaren Grundrissen sollen die Räumlichkeiten unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen gerecht werden. Die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude begann im Herbst 2025, wobei der Fokus zunächst auf der originalgetreuen Wiederherstellung der Fenster an der Nordfassade lag.
Verantwortlich für das Projekt sind zwei renommierte Architekturbüros: David Chipperfield Architects und Eike Becker_Architekten. Ihr Entwurf verbindet das industrielle Erbe des Standorts mit zeitgemäßen Nutzungsanforderungen – praktisch wie kulturell.
Der Spektrum-Turm wird zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen in Spandaus sich wandelnder Skyline. Seine Fertigstellung schafft dringend benötigten Wohnraum und stärkt zugleich die wachsenden Industriezweige der Region. Das Projekt steht zudem exemplarisch für Berlins anhaltende Bemühungen, historische Standorte für moderne Zwecke neu zu beleben.






