Wallis setzt auf Klimaneutralität bis 2050 mit neuer Strategie und Millioneninvestitionen
Mila VoigtWallis setzt auf Klimaneutralität bis 2050 mit neuer Strategie und Millioneninvestitionen
Wallis präsentiert erste langfristige Klimastrategie
Der Kanton Wallis hat seine erste langfristige Klimastrategie vorgestellt. Bisher fehlte in der Region sowohl ein eigenständiger Klimaplan als auch spezifische Gesetze zur Bekämpfung steigender Temperaturen. Die Behörden warnen, dass ohne Gegenmaßnahmen in urbanen Gebieten in den kommenden Jahrzehnten gefühlte Temperaturen von über 45°C erreicht werden könnten.
Die neue Strategie wurde am Donnerstag präsentiert und setzt ein klares Ziel: Klimaneutralität bis 2050. Sie orientiert sich an den nationalen Klimazielen der Schweiz und konzentriert sich auf die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Zur Finanzierung wird das Wallis ab 2027 jährlich zusätzliche 0,5 % seines Haushalts – rund 22,5 Millionen Schweizer Franken – bereitstellen.
Der Plan basiert auf drei zentralen Säulen: Risikovorsorge, Vorbereitung auf künftige Herausforderungen und Bewältigung extremer Ereignisse. Die Umsetzung erstreckt sich über acht Schlüsselbereiche, darunter Raumplanung, Mobilität, Naturgefahren und Wassermanagement. Auch öffentliche Gesundheit, Ökosysteme, Landwirtschaft und Baunormen werden priorisiert.
Bisher verfügte das Wallis über kein formelles Klimarahmenwerk. Die neue Strategie schließt diese Lücken, indem sie Anpassungsmaßnahmen in Infrastruktur, Wirtschaft und Umweltschutz integriert.
Der Ansatz des Kantons markiert einen Wandel von Untätigkeit zu strukturierter Klimaplanung. Mit den ab 2027 jährlich vorgesehenen 22,5 Millionen Franken zielt die Strategie sowohl auf Emissionsreduktionen als auch auf Resilienz gegenüber zunehmender Hitze ab. Die Verantwortlichen betonen, dass das Erreichen des Neutralitätsziels bis 2050 kontinuierliche Investitionen und eine sektorübergreifende Zusammenarbeit erfordert.






